Vor dem Rathaus sammelten sich die Kombi-Gegner und präsentierten stolz die gelben und weißen Umschläge. Pünktlich um 13.30 Uhr marschierte der Tross samt Presse hinein, um den Oberbürgermeister zu treffen. Versammelt in einem kleinen Besprechungszimmer hieß es noch kurz warten, dann stieß auch Fenrich dazu.

Die Übergabe ging zügig über die Bühne, das Stadtoberhaupt machte schnell klar, dass heute nicht der Moment für inhaltliche Diskussionen war. "Ich nehme die Unterschriften entgegen. Nicht gerne - aber ich nehme sie entgegen", so Fenrich, mit den ersten Umschlägen in der Hand. Der Rechtsanwalt der Initiative, Arno Stengl, setzte zwar an, von Fenrich ein Moratorium zu fordern, wurde jedoch ausgebremst: "Das ist Sache des Gemeinderats. Ich werde hier keine inhaltlichen Fragen diskutieren".

Erneut sicherte Fenrich zu, die Unterschriften zeitnah zu prüfen, um dafür zu sorgen, dass das Thema Bürgerentscheid am 17. November im Gemeinderat behandelt werden könne. "Ob das allerdings das Beste für die Zukunft der Stadt Karlsruhe ist, wage ich zu bezweifeln", so der Oberbürgermeister zu dem Ziel der Gegner, ein erneutes Bürgerbegehren herbei zu führen.

Mit der Übergabe ist das Unterschriften sammeln jedoch noch nicht vorbei, wie Manfred Schubnell (Grüne) ankündigte. "Solange nicht ausgezählt ist, dürfen wir Stimmen nachreichen, das hat uns die Stadt bestätigt."

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