Mit dem Portal will die Stadt ihren Bürgern eine zusätzliche Möglichkeit bieten, sich in dem Onlineportal mit Ideen und Anregungen an der Zukunftsgestaltung ihrer Stadt zu beteiligen. Bürgermeister Albert Käuflein sprach bei der Vorstellung des Online-Beteiligungsportals im Rathaus von einer "neuen Form der Bürgerbeteiligung in Karlsruhe". Bei einer Bürgerumfrage unter über 3.500 Befragten vor über einem Jahr sei heraus gekommen, dass der Großteil der Karlsruher mit den Beteiligungsmöglichkeiten zufrieden ist, sich aber teilweise noch mehr Mitspracherecht wünschen würde.

Zum Start des Beteiligungsportals, das auf Initiative einer Arbeitsgruppe verschiedener städtischer Dienststellen unter Federführung des Stadtentwicklungsamts auf den Weg gebracht wurde, können die Karlsruher ihre Ideen und Anregungen zum Thema Innenstadtentwicklung und zur Zukunft des Einzelhandels einbringen.

Bequem mitbestimmen, wie es in Karlsruhe voran geht   

Die Stadt erhofft sich durch das Bürgerbeteiligungsportal neue Zielgruppen erreichen zu können. Also Menschen die sich bisher noch nicht oder eher selten mit dem Stadtgeschehen auseinandergesetzt haben. Jens Jägle, Projektverantwortlicher für das Bürgerbeteiligungsportal der Stadt, erklärt, dass man das Portal bewusst möglichst schlank und übersichtlich gestaltet habe. Im Laufe der Zeit soll es durch weitere Module ergänzt werden und somit weiter wachsen.

Auf der Webseite werden informelle Bürgerbeteiligungsprojekte präsentiert. Die Nutzer können sich über die jeweiligen Projekte informieren und individuell online abstimmen und mitdiskutieren. Die Themen sind individuell gekennzeichnet. So sieht der User den jeweiligen Status des Projekts und eine Standortanzeige, die anzeigt in welchem Stadtteil das Projekt umgesetzt werden soll. Bürger sollen so bequem vom Sofa, in der Bahn oder im Schlossgarten diskutieren können. "Beteiligung macht Spaß und ist dank der simplen Handhabung bequem von zu Hause oder von unterwegs machbar", so Käuflein.   

Bürgerbeteiligungsportal für Karlsruhe
Bild: Lukas Hiegle

Oberbürgermeister beantwortet die Fragen der Karlsruher

Um interaktiv beim Stadtgeschehen mitbestimmen zu können, ist eine passwortgeschützte Registrierung erforderlich. Insgesamt gibt es beim Online-Bürgerbeteiligungsportal drei Formen der Beteiligung. Registrierte Nutzer können an Umfragen teilnehmen, in Foren diskutieren und auf einer interaktiven Karte beispielsweise Orte markieren an denen sie sich Umsetzungen von Projekten vorstellen könnten.    

In der Rubrik "Der OB antwortet" nimmt das Karlsruher Stadtoberhaupt ganz persönlich Stellung zu Themen, die die Karlsruher bewegen. Im 14-tägigen Rhythmus wird Oberbürgermeister Frank Mentrup dann Fragen der Bürger in dem neuen Beteiligungsportal beantworten. Andere User haben dabei die Möglichkeit, diese Fragen zu kommentieren und zu unterstützen. 

Diskussionen und Kommentare werden von der Stadt geprüft

Diskussionen und Kommentare in dem Bürgerbeteiligungsportal werden vor ihrer Veröffentlichung von einem Moderationsteam kontrolliert und erst dann freigegeben werden. Insgesamt sind 15 Personen aus verschiedenen städtischen Fachbereichen mit der Diskussionsmoderation des Portals betraut.

Durch die Kontrolle der Kommentare soll politische Propaganda oder Ähnliches verhindert werden. Aber auch der Datenschutz der Bevölkerung spiele eine wichtige Rolle, so die Stadt. Durch das explizite Prüfen der Kommentare, soll beispielsweise verhindert werden, dass User abfällige Kommentare über Dritte äußern und deren Namen in dem Forum auftauchen.

Bürgerbeteiligungsportal Karlsruhe
Bild: Lukas Hiegle

Aktuell diskutiert werden kann die Zukunft der Karlsruher Innenstadt in der Kaiserstraße. Durch die künftig unterirdisch fahrenden Bahnen ergibt sich eine optische Aufwertung der Kaiserstraße und damit neue Möglichkeiten die Innenstadt aufzuwerten. Auch zum Thema Werbung in der Innenstadt können User diskutieren. Sie können Positiv- und Negativbeispiele für Werbung benennen oder in einer Karte markieren. Weitere aktuelle Projekte in dem Online-Beteiligungsportal sind Umfragen zur kommunalen Entwicklungspolitik und den Europäischen Kulturtagen. User können auf einer Karte auch ihre Lieblingsorte in der Fächerstadt markieren und schreiben, warum es ihnen dort so gut gefällt.

Anmelden können sich Interessierte unter www.karlsruhe.de/beteiligung