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Berlin/Stuttgart: Städte im Hitze-Check: Rastatt ist zu heiß, Karlsruhe nur Mittelmaß

Berlin/Stuttgart

Städte im Hitze-Check: Rastatt ist zu heiß, Karlsruhe nur Mittelmaß

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    Sommer in Karlsruhe (Archivbild)
    Sommer in Karlsruhe (Archivbild) Foto: Thomas Riedel

    Mehrere Städte im Südwesten schützen Bewohner nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nicht gut vor sommerlicher Hitze. Hier gibt es einer Untersuchung zufolge zu wenig Bäume und Hecken und zu viel versiegelte Fläche. Die Städte entwickelten sich dadurch zu "Hitze-Höllen", kritisiert die Lobbyorganisation mit Blick auf ihre bundesweite Untersuchung.

    "Der anhaltende Trend zu mehr Beton und weniger Grün ist alarmierend", hieß es. 

    Schlusslicht Heilbronn, Karlsruhe mittelmäßig

    Am schlechtesten im Südwest-Ranking der Organisation schneidet Heilbronn ab. Es folgen Ludwigsburg, Mannheim, Rastatt, Waiblingen und Esslingen am Neckar. Diese Kommunen bekamen von der DUH die Alarmfarbe Rot. Heilbronn liegt zudem in der bundesweiten Übersicht direkt hinter Schlusslicht Ludwigshafen am Rhein auf Platz zwei. 

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    Foto: Thomas Riedel

    Im Mittelfeld der Landesübersicht finden sich Großstädte wie Stuttgart, Karlsruhe, Pforzheim und Freiburg. Zugleich verteilte die Umwelthilfe aber auch drei grüne Karten an Baden-Baden, Tübingen und Schwäbisch Gmünd. Das sind laut Untersuchung Städte mit vergleichsweise wenig Versiegelung und viel kühlendem Grün. 

    Für ihren sogenannten Hitze-Check ließ die Umwelthilfe Satellitendaten auswerten und verglich Flächenversiegelung und Grünausstattung von 190 Städten in Deutschland mit mehr als 50.000 Einwohnern. 

    Südwest-Städtetag gegen verbindliche Grünanteile 

    Die Städte seien herausgefordert, sich an den Klimawandel anzupassen, reagierte die Vize-Hauptgeschäftsführerin des Städtetags Baden-Württemberg, Susanne Nusser. Die Kommunen bräuchten dazu einen passenden Rechtsrahmen sowie finanzielle und fachliche Unterstützung vom Land und vom Bund. Auch Bürgerinnen und Bürger müssten mitziehen. 

    Auch Steildächer können bepflanzt werden, sofern die Dachneigung maximal 35 Grad beträgt. Bepflanzte Dächer fördern die Artenvielfalt und absorbieren CO2 sowie Feinstaub.
    Auch Steildächer können bepflanzt werden, sofern die Dachneigung maximal 35 Grad beträgt. Bepflanzte Dächer fördern die Artenvielfalt und absorbieren CO2 sowie Feinstaub. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn

    "Bundesweit einheitliche Standards etwa für die Begrünung von Schulhöfen oder verbindliche Grünanteile in den Kommunen, wie sie die DUH etwa vorschlägt, sind dabei aus unserer Sicht nicht zielführend", sagte Nusser auf Anfrage. 

    Angesichts des Klimawandels seien Grünflächen und unversiegelte Böden, wo Wasser versickern könne, besonders wichtig, betonte die Umwelthilfe. Noch effektiver als Rasenflächen seien aber Bäume, Büsche und Wiesen. Besonders große Bäume hätten einen kühlenden Effekt. Die Organisation fordert die Bundesregierung auf, bundesweite Standards für die Begrünung zum Beispiel von Schulhöfen vorzuschreiben. 

    Den Hitze-Check des DUH findet ihr hier zum Downloaden

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