Am Anfang heiß begehrt, inzwischen deutlich zurückgefahren. Die Rede ist von der Corona-Impfung. Pünktlich zum 30. September schlossen nun auch die kommunalen Impfzentren (KIZ) in Baden-Württemberg endgültig ihre Pforten. Über 400.000 Impfungen sollen bis dahin durchgeführt worden sein.

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Nun fängt die sogenannte "Übergangsphase" an, welche vor allem von den MITs bewerkstelligt wird. Die können zum Beispiel von Institutionen angemietet werden, um Impfaktionen bei Pflegeheimen oder Schulgruppen durchzuführen. 

Impfaktionen noch bis Ende des Jahres geplant

"An den letzten Tagen hatten wir immer noch sehr lange Schlangen vor dem KIZ stehen, weshalb wir davon ausgehen, dass es durchaus noch Unentschlossene gibt, die sich impfen lassen möchten", so Ruf während der Pressekonferenz am Donnerstag.

Impfaktionen in Karlsruhe
Bei den Aktionen in der Gartenhalle könnte sich Mentrup gut vorstellen, dass diese von Schulklassen wahrgenommen werden könnten. | Bild: Screenshot@impfen-ka.de

Aus diesem Grund sollen die MITs und sonstige Impfaktionen, die unterimpfen-karlsruhe.de eingesehen werden können, noch bis Ende 2021 fortgeführt, die "Lücke zwischen Regelversorgung und niederschwelligen Impfmöglichkeiten" geschlossen und so Unentschlossene noch zur Impfung motiviert werden. Der Regelbetrieb wird dann durch die niedergelassenen Ärzte in Karlsruhe ausgeführt. Da gibt es aber einen Haken:

"Es muss bedacht werden, dass Ärzte den Impfstoff immer zwei Wochen im Voraus bei der Apotheke bestellen müssen. Darum informieren sie ihren Arzt immer rechtzeitig", informiert der Oberbürgermeister.

Wie impfwillig sind Jugendliche?

Des Weiteren macht Mentrup darauf aufmerksam, dass die 7-Tages-Inzidenz in Karlsruhe zwar "schwankend" sei, die Anzahl der Corona-Infektionen an den Schulen sich wieder nach oben bewege. 48 positive Fälle seien derweil im Karlsruhe Stadtkreis durch die Testungen aufgedeckt worden. Doch auch auf den Karlsruher Intensivstationen mache sich zunehmend der Personalmangel bemerkbar.

Für Mentrup zwei Gründe mehr, auch den 12- bis 18-Jährigen nochmal nahezulegen, sich bei einer der Aktionen - wie zum Beispiel in der Gartenhalle - gegen das Virus impfen zu lassen. Doch da spielen häufig die Eltern nicht mit.

Oberbürgermeister Frank Mentrup.
Oberbürgermeister Frank Mentrup. | Bild: Carsten Kitter

"Ich werde da nochmal an die Schulleiter herantreten. Aber die Impfbereitschaft von Jugendlichen scheint eh  größer zu sein, als bei den Eltern", berichtet Mentrup auf der Pressekonferenz. "Ich habe da absolut kein Verständnis, wenn Eltern sagen, dass sie dieses Thema nicht an den Schulen haben wollen."

 

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