"Wir kamen im Brainstorming relativ schnell auf die Idee, die Eisbahn durch eine Rollschuhbahn zu ersetzen", so Roland Rebmann, Pressesprecher der Karlsruher Marketing und Event GmbH (KME), welche die Eisfläche organisiert.  Bereits im Sommer habe man sich mit dem Projekt befasst.

Getestet wurde schon im Sommer

Die Rollschuhbahn wird von der Firma "interevent" aus Dorsten gebaut, welche auch in den vergangenen Jahren die Eislaufbahn gestellt hat. Es wird eine Premiere: Getestet wurde die Idee im Sommer auf einer 10x10-Meter großen Fläche vor dem Karlsruher Schloss, danach kam die Zusage der Firma, dass die Idee zu verwirklichen sei, so Rebmann. "Es ist für uns und den Dienstleister eine Premiere."

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: pixabay

Es habe auch in den Vorjahren schon Überlegungen gegeben, das Natureis im Rahmen des Klimaschutzes durch Kunststoffplatten zu ersetzen, so Rebmann. Dies hat man aus verschiedenen Gründen jedoch verworfen: Durch einen hohen Verschleiß wäre eine entsprechend hohe Müllmenge entstanden.

Fläche kleiner, Angebot gleich

Die Rollschuhbahn wird etwas kleiner als die Eisfläche sein: Der Rundweg zwischen den Bäumen wird wegfallen. Die Fläche wird aus Kunststoffplatten bestehen und soll über 1.000 Quadratmeter umfassen - gebaut wird sie rund um das Karl-Friedrich-Denkmal.

Stadtwerk Eiszeit, Schlossplatz
Der Rundweg fällt bei Rollschuhbahn weg. (Archivbild) | Bild: Paul Needham

Ansonsten soll sich nicht viel ändern: Statt Schlittschuhen können Rollschuhe ausgeliehen werden, das Gastro-Angebot rund um die Fläche bleibt ebenso wie das Stockschießen. "Das funktioniert wohl auf Kunststoffplatten ebenso gut wie auf dem Eis", so Rebmann.

Ob Schlittschuhlaufen oder Eisstockschießen - Auf der Eisbahn der Stadtwerke Eiszeit war alles möglich.
Eisstockschießen soll auf der Kunststoffbahn auch funktionieren. (Archivbild) | Bild: jodo-foto

Um weiterhin Energie zu sparen, wird auch die Weihnachtsbeleuchtung rund um die Eiszeit reduziert: Die Lichter gehen später an und früher aus. Das Einsparpotential sei hier aber relativ gering, so Rebmann, da die Sterne in den Bäumen beispielsweise aus LED-Lampen bestünden, welche ohnehin nicht viel Strom verbrauchen.

Kommt die Eiszeit in Karlsruhe wieder?

Lediglich das finale Rahmenprogramm sei noch offen, so Rebmann, eine Rollerdisko sei aber durchaus eine Idee. Geplant seien ebenfalls Rollschuh-Kurse und die Nutzung der eigenen Inlineskates auf der Fläche. Der Zeitraum steht hingegen schon fest: Vom 24. November bis 8. Januar 2023.

Über die Verwirklichung der neuen Rollschuhbahn entscheidet der KME-Aufsichtsrat vermutlich in der zweiten Oktoberhälfte. Man geht bei der KME von einer Zustimmung aus. Ob die Eisfläche dauerhaft durch die Rollschuhbahn ersetzt wird, bleibt abzuwarten. "Das ist ein Blick in die Glaskugel", so Rebmann. Die Entscheidung sei abhängig von den Besucherzahlen.

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