Nach Monaten der Prüfung sind diese Maßnahmen nun auch abgeschlossen und ab Mitte Oktober werden auch dort Knöllchen für Gehwegparker ausgestellt. Das teilt die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung mit. 

Bild: Thomas Riedel

Fahrzeuge, die illegal auf dem Gehweg stehen, bekommen Knöllchen über 20 Euro. "Steht das Auto länger als eine Stunde verbotswidrig auf dem Gehweg, sind 30 Euro fällig. Nach der Straßenverkehrsordnung ist Gehwegparken verboten. Darauf wurde die Stadtverwaltung von den Landesbehörden immer wieder hingewiesen und überprüfte in den vergangenen beiden Jahren in allen Stadtteilen die Parkgewohnheiten", erklärt die Stadt das künftige Vorgehen. Ausnahmen vom illegalen Gehwegparken gibt es nur, wo eine Markierung oder eine Beschilderung ausdrücklich das Abstellen von Fahrzeugen auf dem Gehweg erlaubt.

Gehwegparken bisher nur geduldet

Damit endet die bisher tolerierte Praxis in der Fächerstadt. Neben der Rechtsnorm zeigten auch immer mehr Beschwerden aus der Bürgerschaft, "dass das Gleichgewicht aller Verkehrsarten gestört war, Barrierefreiheit und Fußverkehrsqualität das Nachsehen hatten", wird Björn Weiße, Leiter des Ordnungsamtes, zitiert. Kinder bis acht Jahre müssen mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen, Kinder bis zum Alter von zehn Jahren und begleitende Eltern dürfen auf dem Gehweg fahren.

Bild: Thomas Riedel

"Statt jedoch alle Gehwegparkplätze zu verbieten, schauten die städtischen Fachdienststellen genau hin. Sie prüften unter Beteiligung des Stadtamtes Durlach, des Ortschaftsrates und der Bürgerschaft, wo und wie eine Legalisierung des Gehwegparkens möglich war", beschreibt die Stadt Karlsruhe das Prozedere. Zu beachten war dabei auch: Wo auf der Straße einseitig geparkt wird, darf auf der gegenüberliegenden Seite nur geparkt werden, wenn die verbleibende Fahrgasse 3,10 Meter beträgt. Diese Breite benötigen die Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr und auch die Müllabfuhr in solch engen Straßenabschnitten. 

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