Im September dieses Jahres erkundigte sich die FDP-Fraktion in einem Antrag nach der Möglichkeit von Wasserspielen auf dem Marktplatz. Die damalige Antwort der Stadt: Der Planungsausschuss habe bereits im Juli 2015 eine entsprechende Studie zu Wasser und Wasserspielen beim Landschaftsarchitektenbüro Mettler, dem Sieger des Wettbewerbs, in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse dieser Studie, die eine Neugestaltung mit Wasserspielen durchaus für möglich und umsetzbar halten, werden jetzt - nach der Vorberatung im Planungsausschuss - dem Gemeinderat in Form einer Beschlussvorlage präsentiert.

Insgesamt 31 Wasserdüsen für den Marktplatz

Darin schlägt die Stadt die Fortschreibung der aktuellen Pläne vor. Im Detail bedeutet das, der Idee eines 12,5 Meter mal 9,40 Meter großen Feldes mit insgesamt 31 Wasserdüsen nachzugehen. "Bereits mit einer solchen Anzahl an Wasserdüsen kann ein prägnantes Bild erzeugt werden", sagt die Stadt in ihrer Beschlussvorlage. Als Beispiel wird das Wasserspiel auf dem Bundesplatz in Bern genannt. Es habe ähnliche Abmessungen und 26 Wasserdüsen.

In Zukunft sollen mit den Wasserdüsen zwei verschiedene "Wasserspielbilder" erzeugt werden. Insgesamt solle das für Abwechslung auf dem Marktplatz sorgen. Doch auch ein praktischer Vorteil steckt hinter der Idee: Mit den "Wasserspielen" könne außerdem der Wasserverbrauch gesteuert werden.

Szenario 1 - Wasserdüsen mit regelloser Wasserverteilung
Ein mögliches Wasserspiel: Wasserdüsen mit regelloser Wasserverteilung. | Bild: Stadt Karlsruhe

Neugestaltung Innenstadt

Beanspruchung des Platzes ist bestimmend

Dass die Anordnung der zukünftigen Wasserspiele für "nördlich der Pyramide innerhalb des gepflasterten Zierbands" vorgeschlagen wird, begründet die Stadt in ihrer Beschlussvorlage mit Nutzungsansprüchen und der dichten unterirdischen Infrastruktur. Berücksichtigt wurde dabei vor allem der Anlieferverkehr und die stetige Beanspruchung des Platzes: Die Düsen sollen deswegen überfahrbar sein und auch bei hoher Belastung standhalten.

"Auf der südlichen Platzfläche wird das Großherzog-Ludwig-Denkmal mit Brunnen wieder an seinem alten Standort zwischen Stadtkirche und Rathaus errichtet werden", erklärt die Stadt das Gestaltungskonzept weiter.

45.000 Euro jährlich für Strom, Wasser und Wartung

Und was soll das Ganze kosten? "In der Grobkostenschätzung des Büros Mettler Landschaftsarchitektur, die 31 Wasserdüsen beinhaltet, werden zirka 260.000 Euro für die Herstellung inklusive entsprechender Technik und Leitungen sowie die Planung der Wassertechnik angesetzt", erklärt die Stadt zur Finanzierung.

Hinzu kämen jährlich anfallende Betriebskosten, wie das Wasser, der Strom oder auch die Wartung, in einer Gesamtsumme von rund 45.000 Euro. Gerechnet werde dabei mit einem Betrieb von ungefähr 180 Tagen im Jahr, da die Brunnensaison im Jahr von April bis Oktober laufe. Mit diesen Kosten könnten die Wasserspiele täglich von 10 bis 22 Uhr mit allen Düsen laufen.

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