Mess', Flohmarkt, Zirkus: Die Liste der Veranstaltungen auf dem Messplatz ist lang - vor allem in diesem Jahr, denn neben den Dauerbrennern kommen neue Veranstaltungen wie das "Sommertag Festival" oder die "Mega 90er Party" in die Durlacher Allee. Die Nachfrage ist groß: "Es ist tatsächlich immer mehr geworden", bestätigt Marktamtsleiter Armin Baumbusch.
"Es gibt kaum ein Wochenende, an dem der Platz nicht ausgelastet ist", gibt Baumbusch weiter an. Mittlerweile können nicht mehr alle Veranstaltungen zugesagt werden. Denn nicht nur für die Veranstaltung selbst muss der Platz geblockt werden, sondern auch für den jeweiligen Auf- und Abbau.
Veranstaltungen verschwinden, andere bleiben
Auffällig sei derzeit die hohe Zahl an Modeveranstaltungen, die es in vielen Städten gibt. "Ein Beispiel ist das
, das es nun bereit seit einigen Jahren gibt", so Baumbusch. Teilweise verschwinden diese Veranstaltungen dann wieder, andere entwickeln sich zu einem festen Termin, wie das Karlsruher Oktoberfest, das in diesem Jahr zum vierten Mal stattfinden wird.Aber warum ist der Platz derzeit so beliebt? Für den Messplatz spreche zum einen der Mangel an Alternativen, so Baumbusch. Immerhin gebe es in Karlsruhe kaum eine andere Fläche, die so groß und gut erschlossen ist wie der Messplatz. Zudem sei die gute Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ein weiterer Pluspunkt.
Wer darf und wer darf nicht auf den Messplatz?
Doch nicht jeder kann die begehrten Flächen buchen. Wer den Platz nutzen darf, entscheidet das Marktamt in enger Abstimmung mit dem Ordnungsamt. Daher könne pauschal nicht gesagt werden, welche Miete für de Platz gezahlt werden muss oder welche Auflagen es gibt, so Baumbusch. "Wir vereinbaren mit den verschiedenen Veranstaltern verschiedene Verträge."
Darin werden dann auch die Auflagen für die Veranstaltung verankert. "Die Beschallung darf zum Beispiel nicht in Richtung Oststadt erfolgen, zudem fordern wir teilweise ein Sicherheitskonzept", zählt Günter Kranz vom Ordnungsamt Karlsruhe auf. Ärger mit der Nachbarschaft scheint eher eine Seltenheit: Beschwerden von Anwohnern wegen einer Veranstaltung habe es in der Vergangenheit nicht gegeben, so Kranz.
Veranstaltungen wie Monstertruck-Shows werden gar nicht mehr auf dem Karlsruher Messplatz zugelassen. "Hier besteht eine zu große Gefahr für die Zuschauer", so die Erklärung vonseiten des Ordnungsamts. Zudem sei oftmals eine polizeiliche Abnahme erforderlich, auch hier um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.Langfristig sieht es so aus, als würde der Messplatz ein Hotsport für die Karlsruher Open Air-Veranstaltungen.