Passanten in der Karlsruher Innenstadt, genauer gesagt am Marktplatz, hatten es schwer nichts von der Übung der Feuerwehr im neuen U-Strabtunnel der Kombilösung mitzubekommen. Laute Sirenen, unzählige Feuerwehrleute und Einsatzfahrzeuge, sowie eine Rauchfahne in der Mitte des Marktplatzes zeugten vom letzten großen Test vor der Inbetriebnahme.

Große Feuerwehr-Übung im U-Strabtunnel
Bild: Thomas Riedel

Das Szenario "brennende Straßenbahn" steht für die in voller Montur anrückenden Feuerwehrleute auf dem Programm. "Der Straßenbahnfahrer bemerkt während der Fahrt eine Rauchentwicklung an seinem Triebwagen und fährt in die Haltestelle ein. Dann startet zunächst die selbstständige Evakuierung der Fahrgäste, danach stößt der erste Trupp der Feuerwehr hinzu", erklärt Florian Geldner, Leiter der Berufsfeuerwehr Karlsruhe vor dem Start der Übung.

Große Feuerwehr-Übung im U-Strabtunnel
Bild: Thomas Riedel

"Zusätzlich zum simulierten Rauch kommen Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollatoren, ein Gaffer und auch ein Herzinfarkt einer Person wird simuliert. Unsere Einsatzkräfte wissen heute nur grob, was auf sie zukommt", so der Feuerwehrchef weiter. Der kurz vor 10 Uhr den Start der Übung freigibt. 

Große Feuerwehr-Übung im U-Strabtunnel
Bild: Thomas Riedel

Kurz darauf fährt eine Bahn der Karlsruher Verkehrsbetriebe (KVV) in die Haltestelle "Marktplatz Pyramide" ein. 65 Statisten die teilweise am Bahnsteig warten, teilweise in der Bahn sind, beteiligen sich an der Übung. Schnell füllt sich die Haltestelle mit weißem Rauch und die Fahrgäste werden über eine laute Durchsage gebeten die Haltestelle zu räumen. Kurze Zeit später sind auch auf der Zwischenebene die weit entfernten Sirenen der heranfahrenden Rettungskräfte zu hören und die ersten Feuerwehrleute kommen auf den Bahnsteig. 

Große Feuerwehr-Übung im U-Strabtunnel
Bild: Thomas Riedel

Währenddessen füllt sich der Karlsruher Marktplatz mit vielen Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr, Notärzte und Polizei. Auch einige Schaulustige versammeln sich rund um das mittlerweile gehängte Absperrband der Polizei. Nach rund einer Stunde ist die umfangreiche Übung beendet. "Viele Szenarien wurden heute durchgespielt, aber alle sind nah an der Realität", so Geldner gegenüber ka-news.de.

Große Feuerwehr-Übung im U-Strabtunnel
Bild: Thomas Riedel

Der Karlsruher Feuerwehr-Chef zieht im Anschluss ein positives Fazit. "Alle Anschlüsse und die gesamte Technik haben funktioniert. Es bleiben nur Kleinigkeiten die zu verbessern sind." Auch KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon zeigt sich glücklich und dankte der Feuerwehr für die gute Zusammenarbeit. "Nicht nur heute sondern auch die zurückliegenden Jahre. Hoffen wir, dass es nie zu einem solchen Ernstfall kommt." 

Mehr Bilder und Videos von der Übung gibt es in der Facebook und Instagram-Story von ka-news.de

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