"Bestimmt hatte jeder schon mal ein Maskottchen", vermutet Erste Bürgermeisterin Margret Mergen bei der Vorstellung des Plüschtiers, "denn Maskottchen sollen ja Glück bringen".

Kombi-Karle soll aber nicht nur Glück für den Bau der Kombilösung bringen, sondern auch einen fröhlichen Kontrast zur bisherigen Außenwirkung des Projekts darstellen: "Die technischen Daten und Zahlen sind doch immer sehr rational", erklärt Mergen, "da wollten wir einfach auch einmal etwas Spritziges und Leichtes präsentieren".

Vor allem wolle man aber Begeisterung wecken für das, was sich in den nächsten Jahren in Karlsruhe bewege - im wörtlichen Sinne. So sei die Idee zu einem Maskottchen dem Kooperationsmarketing zwischen der Kasig, dem Stadtmarketing Karlsruhe und der City Initiative Karlsruhe entsprungen.

"Der gedanklicher Vater Kombi-Karles ist Citymanager Sascha Binoth", freut sich auch Eduard Peltzer, Vorstand der City Initiative. Er betont außerdem, man habe zur Abwechslung einmal Abstand vom "Bierernst" der nackten Zahlen nehmen und einfach etwas Lustiges machen wollen.

Vor allem auf die große Maskottchenparade, den Höhepunkt des diesjährigen Stadtfests am 9. und 10. Oktober, fiebere man nun hin. Dann nämlich wird Kombi-Karle lebensgroß über den Catwalk spazieren - gemeinsam mit bislang etwa 180 anderen Maskottchen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Den taiwanesischen Maskottchen-Treffen-Rekord knacken

Mit dem bislang größten Maskottchen-Treffen, das jemals in Deutschland stattgefunden hat, wollen es die Karlsruher sogar ins Guinnessbuch der Rekorde schaffen. Denn der bestehende Rekord liegt bei nur 128 Maskottchen und wurde im Feburar 2010 aufgestellt - am Hsinkang Feng Tian-Tempel in der südtaiwanesischen Stadt Chiayi City. Eine japanische Repräsentantin des Giunness Verlags hatte die Aktion als Weltrekord anerkannt.

Mit dabei: Willi Wildpark und Benjamin Blümchen

Auch aus Karlsruhe werden zahlreiche Glücksbringer bekannter Vereine oder Unternehmen über den Laufsteg schweben: Mit dabei ist zum Beispiel Willi Wildpark des KSC, Benjamin Blümchen von Doering Spielwaren oder der Eisbär der BG Karlsruhe. Aus der Region reisen außerdem der SWR3-Schwarzwaldelch oder der Bausparfuchs aus Schwäbisch Hall an, begleitet vom baden-württembergischen Maskottchenpaar Hirsch und Greif.

Sogar aus Österreich nimmt unter anderen die Burgmaus Forfel der Burg Forchtenstein Fantastisch die lange Reise auf sich, aus der Schweiz reist der Rote Elefant von Elefanten Schuhe an.

"Licht in den Tunnel bringen"

Kombi-Karle trägt übrigens eine Weste in den Hausfarben der Stadt und einen blauen Helm, an dem eine Baustellenlampe befestigt ist. "Um Licht in den Tunnel zu bringen", scherzt Norbert Käthler vom Stadtmarketing. Ende des Jahres soll das Plüsch-Maskottchen dann auch im Handel erhältlich sein.

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