Es soll zwei Ausnahmen vom Lockdown geben: Nach den Faschingsferien sollen am 22. Februar Kitas und Grundschulen schrittweise wieder geöffnet werden, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Mittwochabend. Voraussetzung sei, dass die Infektionszahlen dies zulassen. Nun muss Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) erklären, wie die Öffnung funktionieren soll.

Friseure dürfen öffnen

Zudem gibt es bundesweit eine weitere Lockerung: Friseure dürfen ab dem 1. März wieder öffnen. Kretschmann warb um Verständnis: "Mehr ist im Augenblick leider nicht zu verantworten." Auch wenn die Infektionszahlen im Südwesten auf dem bundesweit niedrigsten Stand seien, drohten die hochansteckenden Virusmutationen diesen Erfolg wieder zunichtezumachen.

Winfried Kretschmann, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
Winfried Kretschmann, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg. | Bild: Sebastian Gollnow/dpa

Offen blieb, wie es für Restaurants, Hotels, Museen, Clubs, Theater und Konzerthäuser sowie den Amateursport weitergehen soll. Kretschmann erklärte, erst wenn es stabil nur 35 Infektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tage gebe, kämen weitere Lockerungen infrage. Ein fester Stufenplan würde aus seiner Sicht niemanden etwas bringen. "Es gibt immer wieder Entwicklungen, die niemand vorhersehen kann."

Die Beschlüsse zusammengefasst

Auf der Bund-Länder Konferenz wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • Bestehender Lockdown wird bis 7. März verlängert
  • Kontaktregeln bleiben gleich: Ein Haushalt plus eine weitere Person
  • Friseursalons dürfen ab 1. März wieder öffnen 
  • Über mögliche Schul- oder Kitaöffnungen dürfen die Länder individuell entscheiden
  • Der Einzelhandel darf ab einer Inzidenz von 35 öffnen, weitere Details dazu folgen 
  • Die nächsten Bund-Länder-Beratungen sind für den 3. März geplant 

 

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