"Ich präsentiere authentisch Dinge aus meinem Leben", kommentiert Kristina Kraemer ihren Blog "Moodforstyle". Ihr Leben - das heißt ihre eigene Inneneinrichtung, selbst gezüchtete Blumen, Make-up aus ihrer Sammlung, Essen, das ihre Familie sonntags nicht nur fotografiert, sondern danach auch direkt verspeist, und Outfits aus ihrem eigenen Kleiderschrank.  Trends zu folgen ist der Bloggerin zu anstrengend.

High Heels sind zu unpraktisch

Was ihren Stil stattdessen beeinflusst? Skandinavien und ihre Kinder. "Ich liebe skandinavisches Design, denn ich mag es eher schlicht und reduziert", meint Kraemer. Klassische Kleidung oder Deko kombiniert sie sehr gerne mit Retroelementen. Auch, dass sie häufig Fahrrad fährt, ist ihrer Liebe zu Skandinavien geschuldet. Deshalb findet man auf ihrem Blog im Gegensatz zu vielen anderen auch selten High Heels. Sie sind nicht nur beim Fahrradfahren, sondern auch unterwegs mit den Kindern einfach unpraktisch.

Morgens arbeitet die Karlsruherin gemeinsam mit ihrem Mann in ihrem eigenen Innenarchitektur-Büro. Nachmittags widmet sie sich dann ihren vier und sieben Jahre alten Kindern. "Man merkt schon, wie Kinder den eigenen Stil verändern", stellt die Karlsruherin fest. Sie lässt lieber die Finger von hellen, teuren Teilen. "Mit dunkler Kleidung ist man mit Kindern auf der sicheren Seite", meint sie schmunzelnd. 

"Mein Schrank ist nicht besonders voll"

Kaum High-Heels, wenig Helles - das war noch nicht alles was die Karlsruher Bloggerin von vielen Kollegen abhebt. "Mein Schrank ist nicht besonders voll, ich habe eher wenige, dafür aber hochwertige und ausgewählte Teile", berichtet Kraemer. Rund einmal die Woche setzt sie sich abends hin und überlegt, welche davon sie auf ihrem Blog präsentieren könnte.

Mittwochs oder Donnerstags vormittags schnappt sie sich dann ihren Mann und los geht's in die Karlsruher City zum Shooting - mal an der Alb, beim ZKM oder etwa an die Hilda-Promenade. Für die Location ist ihr Mann zuständig, der zum jeweiligen Kleidungsstil die passenden Spots in der Fächerstadt aufspürt. "Wir fotografieren immer unter Zeitdruck, danach muss ich direkt die Kinder abholen", erzählt die Architektin, Mutter und Bloggerin.

Der Spaß ist die Mühe wert

Um Fotos auszuwählen und Beiträge zu verfassen ist dann erst wieder abends Zeit, wenn die Kinder sich selbst beschäftigen oder schon schlafen. Da wird es schon mal halb zehn, bis Kraemer Zeit findet, sich um ihren Blog zu kümmern. "Wenn's keinen Spaß machen würde, würde ich mir die Mühe nicht machen", kommentiert die Tausendsasserin. Der Blog sei perfekt, um ihre persönlichen und privaten Interessen zu vereinen.

Eine besondere Leidenschaft hat Kraemer, die in Tadschikistan geboren wurde, aber schon seit 25 Jahren in Karlsruhe lebt, für Blumen. Deshalb startete sie zunächst mit einem Gartenblog mit fachlichen Pflanzenportraits. Ihren Freundinnen hat sie zu verdanken, dass es nicht dabei geblieben ist. "Sie haben gesagt: 'Du hast so schöne Dekosachen und tolle Outfits - warum machst du nicht daraus einen Blog'", berichtet Kristina Kraemer.

Im November 2014 hat sie diesen Tipp in die Tat umgesetzt. Seither hat Kraemer sich mit ihrem Mode- und Lifestyle-Blog 15 Klicks am Tag und 267 Abonnenten auf Instagram erarbeitet. Geld bringt der Blog bislang noch nicht ein. Doch die Karlsruherin ist optimistisch: "Ich habe von anderen Bloggern gehört, dass es ein, zwei Jahre dauert, bis sich man sich etabliert."

Hier geht's zum Blog: www.moodforstyle.de

 
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