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Karlsruhe: LBBW Studie zur Energiekrise: "Das Gas wird diesen Winter reichen“

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LBBW Studie zur Energiekrise: "Das Gas wird diesen Winter reichen“

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    Wer profitiert am meisten von staatlichen Hilfen und Subventionen?
    Wer profitiert am meisten von staatlichen Hilfen und Subventionen? Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

    Nicht erst seit dem Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine stellt sich in der EU die Frage nach der Versorgungssicherheit. Bereits im Zuge der Energiewende diskutierten Experten, wie eine Umstellung auf regenerative Energie ohne Versorgungsengpässe möglich ist. Erstmals aber sind kalte Küchen und Hochöfen oder Produktionsstilllegungen eine reale Gefahr.

    Mit einem konservativ gerechneten Szenario hat das LBBW Research untersucht, ob die gespeicherten Bestände und laufenden Zulieferungen ausreichend Zeit überbrücken, bis frühlingshafte Temperaturen es erlauben, die Gasheizungen wieder herunterzudrehen.

    Rekordpreise wegen "aggressiver Nachfrage"

    "Selbst wenn die Inbetriebnahme der geplanten mobilen Flüssiggas-Terminals misslingt, Russland kein Erdgas mehr liefert und Erdgas-Lieferungen aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien nicht ausgeweitet werden können, reicht es aus, wenn in diesem Winter gegenüber den Vorjahresmonaten nur 10 Prozent eingespart werden", heißt es in der Mitteilung.

    Es gibt aber Ausnahmen: zum einen dürfte es kein arktischer Winter werden zum anderen dürfte die norwegische Europipe-Pipeline sabotiert werden. "Dann wird es richtig bitter", so Kraemer.

    Aus Russland fließt das Erdgas bereits seit Juli nur noch eingeschränkt. Trotzdem gelang es der Bundesregierung seitdem, die deutschen Gasspeicher fast vollständig aufzufüllen. Die "aggressiven" Gaskäufe in den EU-Staaten haben nach Ansicht der LBBW-Experten für einen rekordhohen Anstieg des Gaspreises gesorgt. "Jüngst hat sich die Situation zwar stark entspannt. Eine Rückkehr auf Niveaus der Jahre 2019 oder 2020 ist bei alledem aber nicht zu erwarten“, urteilt Kraemer.

    Das hat auch Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit. Die enorm gestiegenen Preise für den fossilen Energieträger machen Gas als „Brückentechnologie“ auf dem Weg in die Klimaneutralität aktuell zu teuer. Zudem sollen übergangsweise reaktivierte Kohlekraftwerke die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. 

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