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Karlsruhe: KVV, AVG, VBK: So ist der Karlsruher Nahverkehr organisiert

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KVV, AVG, VBK: So ist der Karlsruher Nahverkehr organisiert

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    Bahn in Karlsruhe (Symbolbild).
    Bahn in Karlsruhe (Symbolbild). Foto: Thomas Riedel

    Karlsruher Verkehrsverbund (KVV)

    "KVV. Bewegt alle". Das ist der Slogan des KVV - auch wenn er genau genommen nicht direkt passt. Denn der KVV verfügt selbst über keine Fahrzeuge, mit dem er Fahrgäste bewegen könnte. Wie der Name der kommunalen GmbH schon vermuten lässt, handelt es sich hier um einen Zusammenschluss von mehr als 20 Verkehrsunternehmen, die insgesamt 251 Linien in der Region bedienen. Das macht den KVV nach eigenen Angaben zum drittgrößten Verkehrsverbund in Baden-Württemberg. Insgesamt werden im Verbund rund 22,3 Millionen Kilometer gefahren - pro Jahr.

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    (Symbolbild) Foto: Eric Dewald

    Das Gebiet, in dem der KVV tätig ist, umfasst die gesamte Region Mittlerer Oberrhein: von Bühl im Süden bis Waghäusel im Norden, von Bad Bergzabern und Wissembourg im Westen, bis Vaihingen/Enz im Osten. Doch auch wenn der KVV keine eigenen Fahrzeuge hat, ist er ein wichtiger Bestandteil des ÖPNV in und um Karlsruhe.

    So ist der KVV für die Planung des Liniennetzes, die Abstimmung der Fahrpläne der Verkehrsunternehmen und schlussendlich auch für den Verkauf der Fahrkarten zuständig. Die Einnahmen werden dann auf die jeweiligen Verkehrsunternehmen aufgeteilt.

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    (Symbolbild) Foto: Thomas Riedel

    Ein Auge auf die Tätigkeiten des KVV wirft der Aufsichtsrat, der sich aus 28 Vertretern aus den Städten und Landkreisen Karlsruhe, Rastatt, Baden-Baden, Germersheim, Südliche Weinstraße und Landau zusammensetzt. Zudem sind Gesellschafter des Verbundes von den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vertreten. Den Vorsitz hat Karlsruhes OB Frank Mentrup inne. Die KVV-Geschäftsführung liegt bei Alexander Pischon.

    Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG)

    Einen Großteil der Fahrzeuge rund um Karlsruhe, immerhin in der Summe fast 300 Bahnen, Busse und andere Wagen, werden von der AVG betrieben. Die Linien sind in Karlsruhe fast immer am "S" vor der Zahl zu erkennen, der Abkürzung für Stadtbahn. Nur die Linie S2 bildet hier eine Ausnahme, da sie von den VBK betrieben wird. Die Linienlänge der Bahnen beträgt insgesamt 561 Kilometer, die der Busse 248 Kilometer.

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    Foto: Eric Dewald

    Für das Prinzip der "Tram-Trains" wurde die AVG überregional bekannt. Das Besondere daran: Viele Fahrzeuge fahren im Umland als Züge mit 15 kV unter Hochspannung - können aber auch für Fahrten ins innerstädtische Netz auf 750 Volt Gleichspannung umschalten. So können Fahrgästen ohne umsteigen nach Karlsruhe kommen - das sogenannte Karlsruher Modell. Weil die Bahnen in zwei unterschiedlichen Zug-Systemen unterwegs sind, müssen die Fahrer neben einer Ausbildung für den Straßenbahnbetrieb eine weitere Ausbildung als Fahrer für den Zugbetrieb absolvieren.

    Neben dem Bahnbetrieb, führt die AVG auch den Busbetrieb rund um Ettlingen durch. Die Instandhaltung der Fahrzeuge geschieht in Kooperation mit den VBK in Karlsruhe. Darüber hinaus gehört zu den Aufgaben der AVG aber auch der Betrieb und der Bau von Bahninfrastruktur im Umland.

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    (Symbolbild) Foto: Thomas Riedel

    Geschäftsführer der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft sind Alexander Pischon (Kaufmännischer Geschäftsführer) und Ascan Egerer (Technischer Geschäftsführer). Der 15-köpfige Aufsichtsrat rund um Frank Mentrup setzt sich aus Vertretern der Stadt und Landkreise und der Arbeitnehmervertreter zusammen.

    Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK)

    Ein Großteil des Bus- und Bahnverkehrs in Karlsruhe wird von den VBK angeboten. Hierzu zählen die Linien 1 bis 8 und S2 mit einer Linienlänge von 71,5 Kilometern und weitere 183 Kilometern Linienlänge bei den Bussen (Linien 10 bis 76, 107, 117 und 118). Hierfür stehen 124 Bahnen und 55 Busse zur Verfügung. Die Ausbildung zum Straßenbahnfahrer ist weniger umfangreich, als die zum Fahrer bei der AVG.

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    (Symbolbild) Foto: Thomas Riedel

    In den eigenen Werkstätten im Rheinhafen und in der Gerwigstraße werden die Fahrzeuge gewartet. Zudem sind die Verkehrsbetriebe als Betreiber auch für das Karlsruher Schienennetz verantwortlich, sind deshalb auch federführend beispielsweise für den barrierefreien Umbau der Haltestellen in Karlsruhe verantwortlich. Außerdem betreiben die VBK die Schlossgartenbahn und die Turmbergbahn.

    Die Schlossgartenbahn wurde anlässlich der Bundesgartenschau 1967 in Karlsruhe gebaut und feierte in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum
    Die Schlossgartenbahn wurde anlässlich der Bundesgartenschau 1967 in Karlsruhe gebaut und feierte in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum Foto: VBK

    Auch hier heißen die beiden Geschäftsführer Alexander Pischon (Kaufmännischer Geschäftsführer) und Ascan Egerer (Technischer Geschäftsführer). Zusätzlich gibt es einen Aufsichtsrat mit 15 Mitgliedern, dem ebenfalls der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup vorsitzt.

    Der kaufmännische Geschäftsführer des KVV, Alexander Pischon (l.) und Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer von AVG und VBK.
    Der kaufmännische Geschäftsführer des KVV, Alexander Pischon (l.) und Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer von AVG und VBK. Foto: (ks)

    Weitere Akteure

    Neben den VBK und der AVG sind über 20 weitere Verkehrsunternehmen unter dem Dach des KVV tätig. Diese ergänzen beispielsweise mit einzelnen Fahrzeugen den Busbetrieb in Karlsruhe oder sind im Umland unterwegs. Für die Fahrgäste macht es aber keinen Unterschied, mit welchen Unternehmen sie gerade unterwegs sind. Die Fahrkarten des KVV sind überall gültig - vorausgesetzt der Tarif passt.

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    (Symbolbild) Foto: Thomas Riedel
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