Im Bereich der beiden künftigen unterirdischen Haltestellen Durlacher Tor und Kongresszentrum werden die Gruben der Fahrtreppen, in denen die Motoren und die Steuerungstechnik untergebracht werden, von Regenwasser und Resten der Rohbautätigkeit befreit. Anschließend sollen diese Gruben, ähnlich wie zuvor schon einige Wände von Aufzugsschächten, beschichtet und auf den Einbau der Rolltreppen vorbereitet werden.

In den Haltestellen Kronenplatz und Europaplatz werden die Wände der Treppenabgänge und der Zwischenebenen, die der Verteilung der Fahrgäste auf die Bahnsteige dienen, aufgestockt, um ihnen das im Gestaltungswettbewerb entschiedene Aussehen zu verleihen, so die Kasig. Zudem bauen Monteure in der Haltestelle Kronenplatz Doppelböden in die Technikräume ein. Unter ihnen sollen später einmal eine Vielzahl elektrischer Leitungen verlaufen, die dann in Steuer- und Schaltschränken an den Wänden oberhalb des Doppelbodens enden.

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Betonagen nur noch am Ettlinger Tor

Mit dem Vorrücken der Handwerker für den Innenausbau gehen naturgemäß die Arbeiten am Rohbau für den Stadtbahn- und Straßenbahntunnel unter der Kaiserstraße am Abzweig Marktplatz/Ettlinger Straße zu Ende: Arbeiter verpressen weiterhin kleinste feuchte Stellen in einigen Haltestellen und Tunnelabschnitten.

Betonagen erfolgen in nennenswertem Umfang nur noch am Ettlinger Tor: Innenwände entlang der Treppenaufgänge sowie Zwischen- und Technikdecken stehen dort noch auf dem Plan der Bauarbeiter. In der Haltestelle Lammstraße sind die zuvor auf die Bahnsteigkörper gelegten Bahnsteigplatten inzwischen betoniert. Damit fehlen die Bahnsteigoberflächen nur noch in den Haltestellen Marktplatz und Ettlinger Tor.

Neue Gleisabschnitte sollen in den Ferien verbunden werden

Oberirdisch haben beim Stadtbahn- und Straßenbahntunnel die Straßenbauer das Heft des Handelns in der Hand. Am Berliner Platz werden derzeit nach wie vor Leitungen verlegt, bevor die Oberfläche mit Asphalt geschlossen wird. Am Durlacher Tor werden Fahrbahnen, Radwege und Gehwege Stück für Stück gebaut,  bis dann in den Sommerferien die bisher schon neu verlegten Gleisabschnitte miteinander verbunden werden.

Ab diesem Zeitpunkt sollen die Bahnen oberirdisch auf ihren endgültigen Trassen verkehren, erklärt die Kasig in ihren Kombi-News. Die Fahrbahnen für Autos und Radfahrer sowie die Gehwege werden komplett erst gegen Jahresende für den Verkehr freigegeben werden, heißt es darin weiter.

Bild: Thomas Riedel

Letzte Vorbereitungen für Rückkehr der Linie 10 zum Marktplatz

Am Ettlinger Tor ist die Karl-Friedrich-Straße nach Süden bis zur Kriegsstraße asphaltiert, Geh- und Radwege werden derzeit noch angelegt. Bevor ab Montag, 16. Juli, die Buslinie 10 direkt über die Ettlinger Straße bis zum Marktplatz fahren kann, werden zuvor noch die Ampeln installiert und programmiert. Auf dem Kaiserplatz wachsen täglich die gepflasterten Gehwege, die im Halbbogen um das Reiterdenkmal herumführen. Danach soll die Fläche auch wieder begrünt werden.

Am Ende schön: Auf dem Kaiserplatz sind jetzt noch die Pflasterer unterwegs, bald dann auch die Gärtner.
Am Ende schön: Auf dem Kaiserplatz sind jetzt noch die Pflasterer unterwegs, bald dann auch die Gärtner. | Bild: Kasig

In der Kriegsstraße, den beiden Baufeldern W2 zwischen Lamm- und Ritterstraße sowie O1 in der Ludwig-Erhard-Allee, werden Tunnelwände gebaut und Tunneldecken betoniert. Im Baufeld W2 ist der Tunnel nahezu komplett. Nach der Verfüllung mit Erdreich werden über dem Tunnel nun die für den Tunnelbau unterbrochenen Versorgungsleitungen wieder verbunden.

Bild: Thomas Riedel

Im Baufeld W3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor beginnt dagegen bald die Herstellung des seitlichen Verbaus für die Baugruben des Tunnelbaus. Zu erkennen sei dies, laut Kasig, an den Erkundungsbohrungen in den Untergrund, die möglicherweise dort noch vorhandene Kampfmittelreste entdecken könnten.

Vorbereitungen auf Tunnelbau an der Kapellenstraße

In den Baufeldern O3 und O4 zwischen Adlerstraße und Ettlinger Tor setzen die Fahrer der zwei Großbohrgeräte auf der Südseite der Kriegsstraße unermüdlich ihr Werk fort: Loch um Loch wird gebohrt, ausgebaggert und noch im Schutz einer Stahlverrohrung ausbetoniert, um so die überschnittenen Bohrpfähle für die Sicherung der Baugrube herzustellen.

Ein Großbohrgerät an der Ecke Kriegsstraße/Meidingerstraße arbeitet am Aushub für die bis zu 20 Meter langen Bohrpfähle.
Ein Großbohrgerät an der Ecke Kriegsstraße/Meidingerstraße arbeitet am Aushub für die bis zu 20 Meter langen Bohrpfähle. | Bild: Kasig

Am Mendelssohnplatz, im Baufeld O2, haben die ersten Vorarbeiten für den Tunnelbau begonnen. Die Kapellenstraße erhält an ihrem südlichen Ende ein neues Aussehen: An der Einmündung in die Kriegsstraße entstehen Fahrbahnen, Rad- und Gehwege.

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