Die Experten sprachen von einer "außergewöhnlichen Niedrigwassersituation im Land." Sowohl am Rhein wie auch an Neckar und Donau lägen die Wasserstände überwiegend unterhalb des niedrigsten Wasserstandes in einem durchschnittlichen Jahr.

Ein solches sogenanntes mittleres Niedrigwasser werde wegen der anhaltenden Trockenheit derzeit bereits bei rund 80 Prozent der Pegel im Land gemessen. Betroffen seien sowohl kleinere und mittelgroße Fließgewässer des Landes als auch die großen Flüsse. Mitte Juli lag der Anteil der Pegel mit Niedrigwasser nach LUBW-Angaben noch bei 70 Prozent.

Am Bodensee sieht es nicht besser aus: Der Wasserstand am Pegel Konstanz lag am Montag bei 316 Zentimetern, das sind rund 90 Zentimeter weniger als für die Jahreszeit üblich. Weniger sind es laut LUBW an einem 8. August am Pegel Konstanz zuletzt im Jahr 2003 gewesen. «Mit dem aktuellen Wasserstand befindet sich der Seespiegel auf einem Niveau, das üblicherweise erst in der zweiten Oktoberhälfte erreicht wird», bilanzieren die Experten der Landesanstalt.