Wer am Montag durch den Citypark Karlsruhe schlenderte, kam nicht umhin die Bagger und Kleinlaster zu beobachten: Sie transportieren neue Bäume für die riesige Rasenfläche.

Jetzt unter einem "Baum des Jahres 2024" liegen
Zur ersten Pflanzaktion hatte bereits die Arbeitsgemeinschaft Oberrheinischer Waldfreunde e. V. am Freitag, 22. März, geladen. Gepflanzt wurden 35 Bäume. Unter anderem zwei hochstämmige, breitblättrige Mehlbeeren in der Nähe des Hanne-Landgraf-Platzes. Auch die Mehlbeere gehört zu den Zukunftsbaumarten. Also Bäume, die laut Einschätzung des Gartenbauamts besser mit unseren Klimaveränderungen klarkommen sollen.

Außerdem hat die Mehlbeere die Auszeichnung zum "Baum des Jahres 2024" ergattern können. Am Montag, 25. März kamen die letzten 13 Bäume hinzu: Linden und japanische Schnurbäume.

Bis diese aber tatsächlich Schatten spenden können, werden noch zwei bis drei Jahre vergehen. So ein Sprecher des Vereins gegenüber ka-news.
Neue Bäume erfordern eine umfangreiche Betreuung
Um die Bäume nun setzten zu können, musste zuerst der Boden erneuert werden. So schreibt die Stadt: "Der war nämlich zu stark verdichtet." Und dies sei keine gute Voraussetzung für junge Bäume, die anwurzeln sollen.

Doch ein neuer Boden reiche nicht alleine, "man werde die Pflanzen umfangreich betreuen", schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung Anfang Februar. Unter anderem mit 15 bis 20 Wässerungsgängen von je 150 Litern pro Jahr.

Gestaltungsidee der ursprünglichen Parkplaner soll erhalten bleiben
Früher stand auf dem Gebiet des heutigen Cityparks ein Bahnausbesserungswerk, als Teil eines Güterbahnhofs. Die Neugestaltung startete Mitte der 1990er Jahre. Bis 2002 sollte hier die Karlsruher Bundesgartenschau entstehen. Doch erst 2017 wurde der Park in der Oststadt eingeweiht.

Damals hatten die Landschaftsarchitekten der Firma Bauer die Planung übernommen. Ring Garten- und Landschaftsbau GmbH übernehmen nun das neue Projekt. Die ursprüngliche Gestaltungsidee von Bauer soll aber erhalten bleiben, so die Stadt Karlsruhe.
Mehr Bäume für Karlsruhe: Die Stadt macht sich fit für den Klimawandel

Bäume in der Stadt sind also mehr als nur ein "nice to have". In Großstädten kann der Unterschied zwischen Parks und Asphaltflächen bis zu fünf Grad Celsius ausmachen. Mit mehr Baumkronen prägt die Stadt also das künftige Klima von ganz Karlsruhe.
