Angefangen hat alles Ende der 90er-Jahre. Ein Beitrag im Fernsehen lief. Thema: Die Whisky-Produktion in den schottischen Highlands. "Dieser Whisky", erinnert sich Bechtold, "wurde als einer der besten des Landes bezeichnet." Er ging in die Stadt, kaufte sich eine Flasche: "Dabei ist es nicht geblieben", blickt er zurück. Damals entbrannte seine Leidenschaft für den Gerstenschnaps. "Aus Zufall", wie Bechtold sagt. Heute, mehr als 15 Jahre später, ist sie teilweise sein Job.

"Trinke selten den selben Whisky mehr als einmal"

Bereits 2003 gestaltete der 1972 geborene Karlsruher aus Begeisterung eine Whiskyfanpage. Auf der Seite stellte er verschiedene Sorten vor, wies auf Whisky-Schnäppchen bei Discountern und Online-Shops hin. 2006, als Blogsoftware langsam bekannter wurde, gründete er sein Blog. Die Themen sind vielfältig, reichen von Messeberichten und Reisetipps hin zu Terminen von Whisky-Tastings und den neuesten Abfüllungen.

Längst ist das Blog eine Erfolgsgeschichte geworden: "Das Blog hat derzeit rund 3.000 Besucher monatlich, zusammen mit der Fanpage waren es im vergangenen Jahr rund 150.000. Die Tendenz ist seit Jahren steigend", erzählt Bechtold.

Die Begeisterung für den edlen Gerstenbrand wächst, Bechtold kennt den Grund: "Es gibt kein Getränk, das eine höhere Geschmacksvielfalt bietet als Whisky", ist er überzeugt. Auch nach mehr als 15 Jahren entdeckt er immer wieder neue Geschmacksrichtungen. Kleine Nuancen, die dem Trinkgefühl eine neue Richtung geben: "Ich trinke selten den selben Whisky mehr als einmal", sagt er.

Im Mittelpunkt von Bechtolds Blog steht der Whisky - doch auch seine Begeisterung für Schottland ist unverkennbar: "Wenn man sich mit Whisky beschäftigt, kommt die Leidenschaft für das Land fast automatisch dazu", erzählt er. Whisky sei ein Teil der schottischen Kultur, genieße auch in der Industrie einen hohen Stellenwert: "Er spiegelt einen großen Teil der Landschaft, der Natur und der Menschen wieder", sagt Bechtold.

Sein Lieblingswhisky?

Diese Verbindung von Land, Klima, Menschen und Nationalgetränk ist ihm wichtig: "Wenn man mal bei schlechtem Wetter auf einer schottischen Insel am Meer steht und die Gischt ins Gesicht bekommt, weiß man auch, warum viele Inselwhiskys so wild schmecken", sagt Bechtold, der seit 2013 auch eine Whisky-Beratung in der Karlsruher Waldstraße sowie einen Online-Shop betreibt.

Seit Jahren probiert Bechtold zahllose Whiskys aus aller Herren Länder - da brennt eine Frage besonders auf den Nägeln: Hat der Experte einen Lieblingswhisky? "Wenn ich einen hätte, hätte ich nicht so viele offene Flaschen", sagt Bechtold schmunzelnd. Es geht geht ihm nicht darum, sich festzulegen. Bechtold will die Vielfalt entdecken, neue Aromen kosten: "Der beste Whisky ist immer der nächste, den man öffnet", sagt er deshalb.

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