Karlsruhe hatte sich mit "Baustellen und Ereignismanagement und Verkehrsmeldezentrale" für die Kategorie "Erfolgreichstes Kooperationsprojekt" beworben - eine von insgesamt sechs Kategorien. Mitte Juni hatte das Tiefbauamt sich im Finale zusammen mit anderen rund 20 Bewerbern in Berlin vor der Jury - sieben Fachleute aus Wissenschaft und Printmedien - präsentiert.

Im Juli stiegen nun Gerhard Schönbeck, der Leiter des Tiefbauamts der Stadt Karlsruhe, und Projektleiter Wilfried Schreiber in Berlin für Karlsruhe aufs Siegertreppchen. Aus den Händen von Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe aus dem Bundesinnenministeriums nahmen sie im Rahmen des Zukunftskongresses Staat und Verwaltung Urkunde und Plakette entgegen.

VMZ - "ein unverzichtbares Informationsplus"

Ausgezeichnet wurde die Kooperation auf städtischer, lokaler und regionaler Ebene über Landesgrenzen hinweg unter Federführung des städtischen Tiefbauamts. "Die Auszeichnung ist eine Würdigung unserer umfassenden, aktuellen Verkehrsinformation, mit der wir den Menschen in der Stadt und Region das Vorwärtskommen kalkulierbar machen", so Oberbürgermeister Frank Mentrup über die Auszeichnung.

Neben der Verkehrslage und der Baustellensituation zeigt die VMZ im ruhenden Bereich die aktuelle Parkhausbelegung, die bewirtschafteten Parkplätze, Bewohnerparkzonen und Behindertenstellplätze abgebildet. Informationen zum Park und Ride -Platz mit ÖV-Anbindung und Fahrplanauskunft in Echtzeit sowie weitere Mobilitätsdaten zum Radfahren ("Fächerrad" von nextbike), zum von Stadtmobil angebotenen Carsharing und zum Fährbetrieb über den Rhein vervollständigen den Datenbestand.

"Es ist Karlsruhe modellhaft gelungen, aus der Optimierung interner Prozesse und der konsequenten Anreicherung mit öffentlichen Services einen für alle Bürger fassbaren Nutzen zu generieren", heißt es in der städtischen Pressemitteilung. Das stelle angesichts der aktuellen Baustellensituation ein unverzichtbares Informationsplus dar.

Neues Onlineportal soll im Frühjahr 2015 starten

Ausgezeichnet wurde sowohl die aktuelle Verkehrsmanagementzentrale als auch ein in der Technologie-Region Karlsruhe (TRK) geplantes Mobilitätsportal, das 2015 online gehen soll. Der intermodale Internetauftritt der TRK soll im Frühjahr 2015 an den Start gehen. Es soll Menschen im mittleren Oberrhein zusammenzubringen. Dazu kooperieren Frankreich sowie die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mit vier Landkreisen (Karlsruhe, Rastatt, Germersheim, Südliche Weinstraße) mit insgesamt sieben Städten der TRK.

"Punkten konnte Karlsruhe mit der erfolgreichen Ausgestaltung einer effizienten und innovativen Zusammenarbeit in der Stadtverwaltung Karlsruhe und in der Technologie-Region Karlsruhe zur Erstellung eines nachhaltigen Mobilitätsportales", erläutert Schönbeck. Auch auf lokaler Ebene geht die Stadt mit der Mobilitäts-App KA-Mobil ihren innovativen Weg weiter, betont Projektleiter Wilfried Schreiber. KA-Mobil soll im Herbst 2014 eingeführt werden.

Ausrichter des eGovernment Wettebwerbs sind BearingPoint, CIS-CO-Deutschland und SAP Deutschland unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Thomas de Maziere.

Mehr Informationen

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Link zur Webseite: Bewerbung Stadt Karlsruhe

Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) der Stadt Karlsruhe

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