"Wir wünschen dem KSC, dass er den Klassenerhalt schafft", erklären Stadträtin Sabine Zürn und Stadtrat Niko Fostiropoulos von den Linken im Karlsruher Gemeinderat. Aber: "Ein KSC, der in der dritten Liga spielt, wird kaum etwas zur Refinanzierung eines neuen Stadions beitragen können", fürchten die beiden Stadträte. 

Die Pachtzahlungen des KSC für das neue Stadion sind von der Liga-Zugehörigkeit abhängig: 400.000 Euro in der Dritten Liga, 1,5 Millionen Euro in der 2. und 3,5 Millionen Euro in der 1. Bundesliga. Die Karlsruher Linken-Stadträte fordern im Falle eines Abstiegs des KSC in die dritte Liga einen Planungsstopp für den Neubau des Fußballstadions und einen Bürgerentscheid über das Gesamtprojekt.

Auch die Kult-Fraktion sieht bei einem Abstieg des KSC Klärungsbedarf. Den Bau des Stadions wolle man aber nicht infrage stellen, erklärt der Stadtrat Lüppo Cramer im Gespräch mit ka-news. Er sieht es als notwendig an, dass einzelne Punkte des Stadionvertrags nochmal überdacht werden. 

"Wir müssen nochmal überlegen, wie man mit der Situation beim KSC umgeht", so der Kult-Stadtrat gegenüber ka-news. Dabei appelliert er vor allem an die beiden größten Fraktionen im Karlsruher Gemeinderat: die CDU und die SPD. Einen eigenen Antrag plane die Kult derzeit aber nicht. 

 
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