Am Wochenende wurden wieder mehrere Anrufe von falschen Polizeibeamten, so eine Pressemitteilung der Karlsruher Polizei, Enkeltrickbetrügern und Schockanrufern im Bereich der Stadt Karlsruhe festgestellt. In den meisten Fällen werden die Anrufer als Betrüger entlarvt und die Betroffenen informieren die Polizei. Leider waren die Täter am Freitag erfolgreich und brachten eine 62-jährige Frau aus Angst um ihre Tochter um 30.000 Euro.

Telefongespräch
(Symbolbild). | Bild: maslme@pixabay.com

Der Geschädigten aus der Weststadt wurde in einem Telefonat gegen 14 Uhr mitgeteilt, dass ihre Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Lediglich eine Kaution könne die Tochter vor dem Gefängnis bewahren. Die besorgte Mutter übergab die geforderten 30.000 Euro einem Unbekannten, und fiel somit den Betrügern zum Opfer.

Immer neue Maschen der Betrüger

Bei einem ähnlich gelagerten Fall am Freitag in der Weststadt, bei dem auch eine Kaution gezahlt werden sollte, wies eine aufmerksame Bankangestellte die Geldabheberin auf die Betrugsmasche hin und verhinderte somit einen erfolgreichen Enkeltrick.

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Die Vorgehensweisen der Betrüger ändert sich stetig. Die Täter spielen beispielhaft mit der Angst um ihre Angehörigen. Vermeintliche Kinder oder Enkel weinen in den Hörer, versuchen somit die Geschädigten unter Druck zu setzen, um die geforderte angebliche Kaution zu zahlen.

Die Polizei rät: Vereinbaren sie Abhebelimits mit Ihrer Bank oder halten Sie bei größeren Beträgen Rücksprache mit Vertrauenspersonen.

Weitere Betroffene werden gebeten sich bei dem Kriminaldauerdienst unter 0721-666-5555 zu melden.

Weiterhin ist es wichtig, dass Sie die allgemeinen Verhaltensweisen verinnerlichen:

  • Die Polizei bittet niemals um Geldbeträge in Form von Kautionen.
  • Die Polizei ruft nie mit der Nummer 110 an.
  • Geben Sie keine Informationen zu ihren Vermögensverhältnissen.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, im Zweifel legen Sie auf.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an Unbekannte.
  • Halten Sie bei Geldforderungen mit ihrer Familie oder Vertrauenspersonen Rücksprache.
  • Überweisen Sie kein Geld an unbekannte Konten. Informieren Sie die Polizei.