Auch am vergangenen Wochenende hat die Polizei ein waches Auge auf den Ausflugsverkehr gehabt. Das Fazit: Die Lage ist im Griff, moderater Ausflugsverkehr und damit eine überwiegend entspannte Situation in den baden-württembergischen Wintersportgebieten, insbesondere den Höhenlagen des Schwarzwaldes und der Schwäbischen Alb.

Strobl zufrieden

"Auch wenn zwischenzeitlich vereinzelt Zufahrtsstraßen gesperrt werden mussten. Insgesamt kann man sagen: Es läuft!" erklärt der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl am heutigen Montag in einer Pressemitteilung des Landes (25. Januar 2021) mit Blick auf das vergangene Wochenende

Der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl, sieht auch nach dem Ende des Abschiebestopps nach Syrien hohe Hürden für ...
Der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl, sieht auch nach dem Ende des Abschiebestopps nach Syrien hohe Hürden für Rückführungen in das Bürgerkriegsland. | Bild: Marijan Murat/dpa

Bei den landesweiten Kontrollen stellte die Polizei zwischen Freitag und Sonntag (22. – 24. Januar 2021) insgesamt 4.705 Verstöße gegen die Regelungen der Corona-Verordnung fest. 1.647 der Gesamtverstöße bezogen sich auf die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Knapp 790 der Verstöße betrafen die Bestimmungen bei Ansammlungen und privaten oder sonstigen Veranstaltungen.

"Das Kontrollergebnis zeigt, dass die allermeisten Menschen erkannt haben, was volle Pisten und Menschenmengen an den Ausflugsörtlichkeiten für das Infektionsgeschehen bedeutet", freut sich der Innenminister.

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"Wer aber glaubt, sich in seinen eigenen vier Wänden den Corona-Regeln entziehen zu können und damit die Gesundheit anderer Menschen aufs Spiel setzt, der kalkuliert das Risiko falsch. Es gibt weiterhin in der Pandemie keine Entwarnung und damit auch keinen Partyrabatt – Verstöße werden konsequent geahndet“, machte Strobl klar.

Mehrere Einsätze in Karlsruher Hotel

In Karlsruhe stellte die Polizei gleich mehrere solcher Verstöße fest. So wurden beispielsweise mehrere Partys in Zimmern in einem Hotel in der Karlsruher Innenstadt aufgelöst.

Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet.
Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. | Bild: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

"Zunächst wurde am Samstagabend gegen 21.20 Uhr die Polizei verständigt, dass in einem Zimmer des Hotels eine lautstarke Party gefeiert werden würde. Eine Streife konnte in einem Zimmer insgesamt vier Personen antreffen, die dem Alkohol zusprachen und lautstark feierten. Die Feier wurde von der Polizei beendet. Die Feiernden müssen mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung rechnen. ", so die Polizei Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

Nach Beendigung der Einsatzmaßnahmen nahmen die Polizisten starken Marihuanageruch war, der von einem weiteren Zimmer ausging. Nach Klopfen wurde die Türe geöffnet. Beim Erkennen der Beamten warf ein 24-Jähriger eine Bauchtasche mit geringen Mengen Marihuana aus dem Fenster. Bei der Durchsuchung des ebenfalls 24-jährigen Bekannten des Mannes wurden auch geringe Mengen Marihuana gefunden. Das Rauschgift wurde sichergestellt und beide Männer mussten die Polizisten zur Wache begleiten.

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Gegen 22.15 Uhr wurden dann weitere Partys im Hotel gemeldet. Mehrere Streifenwagenbesatzungen stellten insgesamt drei Partys in Hotelzimmern fest, bei denen bis zu acht Personen feierten. Diese Partys wurden ebenfalls aufgelöst und Platzverweise ausgesprochen. Gegen alle Partygäste wurden Ordnungswirigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen Corona-Verordnung eingeleitet.

Fans treffen sich zum "Public Viewing"

Bereits am Samstagmittag war die Polizei wegen eines ähnlichen Vergehen in Linkenheim-Hochstetten im Einsatz. Hier hatten sich einige Fußballfans verabredet um wohl zusammen in einer Gaststätte die Begegnungen der Bundesliga im Fernsehen zu verfolgen. Hierbei wurden offenbar auch gegen Bezahlung Getränke ausgeschenkt. "Ein aufmerksamer Bürger meldete diesen Verstoß gegen die Corona-Verordnung einem Streifenwagen. Diese stellten die Verstöße fest und beendeten das Treffen", schildert die Polizei in einer Pressemitteilung.

Ein Schild mit dem Schriftzug "Polizei" hängt an einer Polizeiwache.
Ein Schild mit dem Schriftzug "Polizei" hängt an einer Polizeiwache. | Bild: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Zehn Anzeigen in Ubstadt-Weiher Alle fünf anwesenden Personen gehörten unterschiedlichen Haushalten an und trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Die Beteiligten, sowohl die Fußballfans als auch der Betreiber der Gaststätte, müssen mit Anzeigen rechnen. 

Zehn Anzeigen in Ubstadt-Weiher

Wegen der verbotenen Zusammenkunft in zwei privaten Haushalten am Samstagabend in Ubstadt-Weiher müssen zwei Fünfergruppen nun mit Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung rechnen. Zunächst sind Beamte des Polizeireviers Bad Schönborn gegen 18.05 Uhr unter Hinweis auf eine "Corona-Party" zu einem Einfamilienhaus nach Zeutern beordert worden.

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"Dort stellten sie im Dachgeschoss fünf junge Leute im Alter von 15 bis 18 Jahren fest, die in Abwesenheit des Wohnungsinhabers aus unterschiedlichen Haushalten zusammengekommen waren", erklärt die Polizei.

Am selben Abend ist gegen 22.35 Uhr eine Ruhestörung im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses gemeldet worden. Bereits beim Eintreffen der Polizeibeamten waren von außen Musik und laute Stimmen zu vernehmen. Neben dem 23-jährigen Wohnungsinhaber wurden zwei Frauen im Alter von 39 und 44 Jahren sowie zwei Männer von 37 und 42 Jahren angetroffen, die nun allesamt ein Bußgeld erwartet.

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