Die Karlsruher Muslime schließen sich der Pressemitteilung des Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) an, die am Mittwoch veröffentlicht worden ist: "Wir verurteilen diesen abscheuliche Terroranschlag aufs Schärfste. Wir sind erschüttert und schockiert über das Massaker, das an Zeitungsredakteuren und anderen Personen verübt wurde und wir trauern mit den Hinterbliebenen."

Es gebe in keiner Religion und keiner Weltanschauung auch nur den Bruchteil einer Rechtfertigung für solche Taten -  es sei ein feindlicher und menschenverachtender Akt gegen die freie Gesellschaft, so der ZMD in der Pressemitteilung weiter. "Durch diese Tat wurde nicht unser Prophet gerächt, sondern unser Glaube wurde verraten und unsere muslimischen Prinzipien in den Dreck gezogen."

Der Zentralrat der Muslime sowie die Karlsruher Muslime fürchten, dass der Anschlag Wasser auf die Mühlen von Extremisten jeglicher Art sein wird: "Wir rufen alle dazu auf, dem perfiden Plan der Extremisten nicht auf dem Leim zu gehen, die die Gesellschaft spalten, Hass und Zwietracht zwischen den Religionen schüren und die überwältigende Mehrheit der friedlichen Gläubigen zu Paria der Gesellschaft machen wollen. Die Attentäter von Paris müssen schnell zur Strecke gebracht und vor Gericht gestellt werden."

Bei dem am Mittwoch in Paris verübten Attentat in der Redaktion der Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" kamen zwölf Menschen ums Leben. Elf weitere Opfer wurden verletzt, vier davon schweben in Lebensgefahr.