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Karlsruhe: Haltestellen Durlacher Tor und Kongresszentrum Spitzenreiter im Innenausbau, Autotunnel im Plan

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Haltestellen Durlacher Tor und Kongresszentrum Spitzenreiter im Innenausbau, Autotunnel im Plan

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    Haltestellen Durlacher Tor und Kongresszentrum Spitzenreiter im Innenausbau, Autotunnel im Plan
    Haltestellen Durlacher Tor und Kongresszentrum Spitzenreiter im Innenausbau, Autotunnel im Plan Foto: Paul Needham

    Im Durlacher Tor und auch unter der Ettlinger Straße sind schon sehr deutlich die Unterkonstruktionen aus Streben zu erkennen, die sich die jeweils 100 Meter langen Bahnsteigwände entlang ziehen. Jede einzelne Metallschiene benötigt viele Bohrlöcher, die in die vom Rohbau hinterlassenen Stahlbetonwände getrieben werden. Denn an den Metallschienen werden bereits die sehr hell gehaltenen Werksteine aus Beton befestigt, die letztlich das Aussehen der Wand bestimmen - da muss jede Fuge sitzen.

    Allerdings wiegt ein einzelner Stein etwa 70 Kilogramm. Ebenfalls vorbereitet sind auch schon die vom Rohbau hinterlassenen Bahnsteigoberflächen: Unter dem Durlacher Tor, unter dem Kronenplatz und in der Haltestelle Kongresszentrum sind diese abgestrahlt und mit einem feuchtigkeitsabweisenden Anstrich versehen worden. Auch die Bahnsteige werden mit den Werksteinen belegt.

    Wie geplant: In der Haltestelle Durlacher Tor ist die Unterkonstruktion für die Wandverkleidung befestigt.
    Wie geplant: In der Haltestelle Durlacher Tor ist die Unterkonstruktion für die Wandverkleidung befestigt. Foto: Kasig

    Ganz anders gestaltet werden die Wände zwischen den unten liegenden Bahnsteigen und der Oberfläche: Auf den Fahrgastebenen und den nach unten und ganz nach oben führenden Treppen seit Wochen schon der Rohbau-Beton der Wandflächen "gestockt": Durch die mechanische Bearbeitung mit einem Meißel erhält der Beton eine lebendige, aufgeraute Oberfläche, Waschbeton nicht unähnlich - hier sind jedoch die im Beton enthalten Kieselsteine nicht glatt und rund wie bei Waschbeton, sondern durch das Stocken aufgebrochen. Die mit dem Stocken befassten Handwerker sind derzeit in der Haltestelle Lammstraße, im Gleisdreieck und unter dem Europapplatz unterwegs.

    Aufzug oder Rolltreppe: Viele Wege führen nach unten

    Auch schon zu erkennen sind mancherorts Aufzüge und Fahrtreppen: Aufzugswände werden in der Haltestelle Lammstraße geglättet und danach mit einem dunkelgrauen Anstrich versehen. Teilweise montiert sind Aufzüge und Fahrtreppen in den Haltestellen Durlacher Tor, Kronenplatz und Kongresszentrum.

    Bald bereit: Auf die Fundamente gesetzt sind in der Ettlinger Straße die Eingänge für die Aufzüge zur unterirdischen Haltestelle – die so genannten Mundhäuser.
    Bald bereit: Auf die Fundamente gesetzt sind in der Ettlinger Straße die Eingänge für die Aufzüge zur unterirdischen Haltestelle – die so genannten Mundhäuser. Foto: Kasig

    Außerdem werden in den einzelnen Betriebsräumen der Haltestellen sukzessiv Kabel für den Schwach- und Starkstrom verlegt. Hinzu kommt der Einbau von Doppelböden und der Beleuchtung in den Haltestellen Durlacher Tor und Kronenplatz. Im Tunnelabschnitt Ost/West laufen die Kabelzugarbeiten für den Bahnstrom und der Tunnelversorgung.

    Am laufenden Band: Eine der Rolltreppen in der Haltestelle Durlacher Tor erhält ihren Handlauf.
    Am laufenden Band: Eine der Rolltreppen in der Haltestelle Durlacher Tor erhält ihren Handlauf. Foto: Kasig

    Bahnsteige werden noch betoniert

    Für den Rohbau bleiben noch zwei Haltestellen: Unter dem Marktplatz werden auch noch die letzten Oberflächen der drei Bahnsteige - hier gibt es zwei durchgehende Gleise für Stadtbahnen und Straßenbahnen sowie ein drittes, an einem Prellbock endendes Gleis für die Stadtbahnen - betoniert. In der Haltestelle Ettlinger Tor werden die Stahlbetonplatten auf den Bahnsteigkörper gelegt und anschließend ebenfalls betoniert.

    Am Durlacher Tor sind die Arbeiter bis zum Jahresende an der Oberfläche damit beschäftigt, die noch ausstehenden Abschnitte der Straßen, Rad- und Gehwege fertigzustellen. Auch werden noch Bahnsteige im Bereich der in Richtung Nordosten fahrenden Bahnen errichtet, so dass diese und die ebenfalls neugebaute Haltestelle in der Durlacher Allee im Dezember in Betrieb gehen können.

    Beim zweiten Teilprojekt der Kombilösung, dem Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse oberirisch und einem darunter liegenden Autotunnel, gehen die Arbeiten ihren geplanten Gang: Im Baufeld O 2 und beidseitig neben dem Mendelssohnplatz laufen die Arbeiten für die Baugrubenabsicherung mit in Schlitzwände eingestellten Spundwänden.

    Schräg: In der Ludwig-Erhard-Allee entstehen die Rampen vor dem Portal des Autotunnels Kriegsstraße.
    Schräg: In der Ludwig-Erhard-Allee entstehen die Rampen vor dem Portal des Autotunnels Kriegsstraße. Foto: Kasig

    In der Kreuzungsmitte werden diese Wände als Widerlager ausgebildet für die beiden Brückenelemente, über die ab Mitte November bis Mitte nächsten Jahres die Bahnen rollen werden, damit darunter der Tunnel gebaut werden kann.

    Meter für Meter entsteht der Tunnel

    In den anderen Baufeldern der Kriegsstraße entsteht der Autotunnel Meter um Meter: Im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee wird noch an den Wänden der Ein- und Ausfahrtsrampen gearbeitet. In den Baufeldern O 3 und O 4 zwischen Adlerstraße und Ettlinger Tor werden "Kragarme" und "Kragplatten" hergestellt - Verkehrsflächen für Autos in der Kriegsstraße, die auf die Bohrpfahlwände aufbetoniert werden. Dadurch kann darunter der Tunnel hergestellt werden, während wenige Meter darüber Autos fahren.

    Zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße im Baufeld W 3 entstehen Schlitz- beziehungsweise Dichtwände, in die Spundwände eingestellt werden, sowie Bohrpfahlwände als Baugrubenverbau. Auf dem Baufeld W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße entsteht oberirdisch bis Oktober auf Höhe der Ritterstraße eine Kreuzung zur Querung der Kriegsstraße für Autofahrer, Radler und Fußgänger.

    In der Karl-Friedrich-Straße wird in den kommenden Wochen der Kanal zwischen Ettlinger Tor und Marktplatz saniert. Die Arbeiten finden im Kanal statt, hierzu müssen lediglich die Schachtdeckel geöffnet und abgesichert werden. Im ersten Bauabschnitt zwischen Ettlinger Tor und Rondellplatz, welcher etwa zwei Wochen andauern wird, wird es keine spürbaren Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr geben.

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