Der "Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie" hat ausführliche Handreichungen erstellt, um sogenannte Gemeinwohlbilanzen als "Herzstück" dieses neuen Ansatzes zu erstellen. Aus diesen geht hervor, welche Auswirkungen das Handeln eines Betriebes auf die Bereiche ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Transparenz, Solidarität sowie Menschenwürde hat.

Kommunen, die Gemeinwohl-Gemeinde werden und diese Bereiche fördern wollen, können beispielsweise für städtische Gesellschaften eine solche Bilanz erstellen oder dies bei Privatunternehmen in ihrem Gebiet unterstützen.

Als ersten Schritt wollen die Karlsruher Grünen nun eine Gemeinwohlbilanz für eine ausgewählte städtische Gesellschaft erstellen lassen. "Als politische Akteur wünschen wir uns von Unternehmen eine Ausrichtung ihrer Wirtschaftsweise am Wohl der gesamten Gesellschaft", meint Joschua Konrad, Fachsprecher der Fraktion für Wirtschaftsförderung.

"Hier kann die Stadt Karlsruhe Vorreiterin und Vorbild sein und interessierte Unternehmen an einen Tisch bringen." so Konrad weiter. Weltweit gibt es bereits fünf Gemeinwohl-Gemeinden. Als erste deutsche Gemeinwohl-Gemeinde könnte auch Karlsruhe ein Signal setzen und andere Kommunen für dieses Thema begeistern.

"Deutsche Kommunen wie Mannheim oder Pfaffenhofen haben bereits ihr ernsthaftes Interesse an diesem Projekt bekundet", erklärt Zoe Mayer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende. "Das positive Image, das mit dieser Entwicklung einhergeht, kann für Karlsruhe zum Standortfaktor werden“, sind sich die beiden GRÜNEN Konrad und Mayer sicher.