Nachdem das Bundesverfassungsgericht geurteilt hat, dass die Klimapolitik der Großen Koalition teilweise verfassungswidrig ist, hatte die Bundesregierung angekündigt, ihre Emissionsreduktionsziele zu verschärfen. So soll Deutschland nun bis 2045 klimaneutral werden.

”Die Reaktionen der Bundesregierung sind an Scheinheiligkeit nicht zu übertreffen. Unzureichende Klimaziele werden durch neue unzureichende Klimaziele ersetzt, anstatt dass endlich umfangreiche, konkrete Maßnahmen in Fachgesetzen beschlossen und ergriffen werden”, kritisiert Lilith Diaw.

"Die Ziele zehn Jahre früher zu erreichen ist realisierbar"

"Wir haben beim Klimaschutz nicht mehr viel Zeit", betont Pawel Bechthold, von "Fridays for Future Karlsruhe", mit Nachdruck. So fordert die Organisation unter anderem, die Klimaneutralität der Bundesregierung bereits zehn Jahre früher, also im Jahr 2035 anzustreben. "Das ist laut zahlreichen Wissenschaftlern technisch möglich."

Die Klima-Demonstranten auf dem Karlsruher Platz der Grundrechte.
Die Klima-Demonstranten auf dem Karlsruher Platz der Grundrechte. | Bild: Karsten Kilian

Erreicht werden sollen Ziele wie dieses durch "sektorenübergreifende, direkt wirkende Maßnahmen wie etwa einer sozial-gerechten CO2-Steuer von 195 Euro pro Tonne Co2-Aquivalente", heißt es in der Presseinformation der Organisation. Auch fordern die Aktivisten einen vorgezogenen Kohleausstieg, das Ende aller fossilen Subventionen und eine Verkehrswende "weg vom Auto und hin zu Fahrrad, Bus und Bahn".

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