Der im Bundesgebiet wohnsitzlose Mann wurde noch am Donnerstag dem zuständigen Richter des Amtsgerichts vorgeführt, der einem Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe entsprach und gegen ihn Haftbefehl erließ. Inzwischen wurde der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Seit Anfang April hatte die Polizei zunächst in Rüppurr und Wolfartsweiervermehrt nächtliche Einbrüche festgestellt, wobei der Täter immer nach demselben Strickmuster zu Werke ging. Der Unbekannte suchte sich freistehende Einfamilienhäuser in Randlagen aus und bohrte zum Wald beziehungsweise zum Feld hin gelegene Holzfenster im Erdgeschoss auf.
"Bussard 805" verfolgte den Einbrecher
Dabei machte er sich zunutze, dass die Eigentümer die Roll- oder Fensterläden nicht geschlossen hatten. Dass die Bewohner anwesend waren und meist über den heimgesuchten Räumen schliefen, ließ den Täter unbeeindruckt. Nachdem er Notebooks, Mobiltelefone, Bargeld oder Schmuck an sich gebracht hatte, verschwand er regelmäßig auf dem Wege, auf dem er gekommen war. In den letzten Tagen hatte der Langfinger dann sein Tätigkeitsfeld auf Grünwettersbach ausgedehnt.
Die Ermittlungsgruppe Eigentum Süd hat bereits in einem frühen Stadium die Ermittlungen übernommen und ein von Kräften in Uniform und Zivil gestütztes Fahndungskonzept erarbeitet. Dieses Konzept brachte in der Nacht zum Donnerstag gegen 1.45 Uhr den erhofften Erfolg. In Grünwettersbach wurde ein Mann entdeckt, der zunächst flüchtete. Nach längerer Verfolgung mit Unterstützung der Hubschrauberbesatzung "Bussard 805" konnte er aber schließlich widerstandslos festgenommen werden. Dabei fanden die Beamten denn auch noch entsprechendes Einbruchswerkzeug.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Festgenommene einen oder mehrere Hintermänner hat. Zu diesen wie auch zu dem Unterschlupf des Einbrechers und dem Verbleib der Beute laufen die Ermittlungen derzeit noch auf Hochtouren.
Siehe auch:

Einbruchserie in Rüppurr und Wolfartsweier: Unbekannter Fensterbohrer gesucht