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Karlsruhe Jubiläumstour am Karfreitag: Critical Mass fährt in Karlsruhe ins vierte Jahr

Wie jeden letzten Freitag im Monat, treffen sich auch am Karfreitag überzeugte Fahrradfahrer, um auf sich als Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen. Nun geht diese Aktion schon ins vierte Jahr.

Fahrradfahrer sind als schwächere Verkehrsteilnehmer oft benachteiligt: Sie werden übersehen, abgedrängt oder durch andere Verhaltensweisen der Autofahrer gefährdet. Und das, obwohl Radfahrer die Lebensqualität aller Bürger verbessern sollen, da sie keinen Feinstaub produzieren und auf dem Asphalt kaum zu hören sind. Zudem kommen sie in der Stadt meist schneller ans Ziel als mancher Autofahrer. Gute Gründe also, auf das Fahrrad umzusteigen.

Das meinen auch die Radfahrer, die jeden letzten Freitag im Monat um 18 Uhr auf dem Kronenplatz für eine gemeinsame Fahrradtour als "Critical Mass" durch die Stadt zusammenkommen. Ziel ist es, als gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer auf sich aufmerksam zu machen und für den Umstieg von Auto auf Rad zu werben. Um den Anteil der Radfahrer weiter zu erhöhen, brauche es jedoch mehr Radwege, mehr Abstellplätze und eine verbesserte Anbindung des Umlands an die Stadt, so die Critical Mass in einer Pressemeldung.

Leise Tour am Karfreitag

Zu ihrer nächsten Tour treffen sich die überzeugten Fahrradfahrer am 30. März. Da dieser Tag auf den Karfreitag fällt, wird sich die Critical Mass "von ihrer leisen Seite zeigen". Die etwa 7 Kilometer lange Strecke wird, laut Critical Mass, vom Kronenplatz über die Oststadt, der Ludwig-Erhard-Allee, Karlstraße und Moltkestraße zurück zum Kronenplatz führen.

Route Critical Mass März 2018
Die Route für den 30. April | Bild: Critical Mass Karlsruhe

Laut Critical Mass Karlsruhe werden es immer mehr Radfahrer, die mitmachen: Im ersten Jahr waren es 732 Teilnehmer, im zweiten Jahr schon 896 und im dritten Jahr konnten 1287 Radfahrer gezählt werden.

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Kommentare (19)
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  •   Propagandahilfskraft
    (1127 Beiträge)

    29.03.2018 10:58 Uhr
    Wie? Radwege?
    Die critical mass will doch das Fahrrad als gleichberechtigtest Fahrzeug sehen? Fahrzeuge haben genäß StVO §2 die Fahrbahn zu benutzen. Wozu bedarf es dann Radwege? Reclaim the street lautet das Motto. Und dazu geht von diesen straßenbegleitenden Radwegen ein stark erhöhtes Unfallrisiko aus. Da haben die Praktikanten in der Redaktion wohl nicht aufgepasst. Seit über zwei Jahrzehnten taucht dieser kapitale Fehler in der Berichterstattung über dir critical mass auf. Es ist langsam an der Zeit diesen Unsinn zu korrigieren.
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  •   Lars01
    (91 Beiträge)

    29.03.2018 09:55 Uhr
    Sinn?
    Was diese Aktion in einer Studentenstadt soll, in der einem sowieso zu jeder Gelegenheit Fahrradfahrer ohne jedes Beachten der Straßenverkehrsordnung "um die Nase" fahren, bleibt mir auch im vierten Jahr verborgen. Na wenigstens ist es eine schöne gemeinsame Fahrradtour unter Polizeischutz. Da kann man sich dann als Veranstalter so richtig wichtig fühlen.
    Ich würde vorschlagen, bevor ich Rechte einfordere, sollte man sich auch an die Rechte halten!
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  •   Malerdoerfler
    (3913 Beiträge)

    30.03.2018 11:00 Uhr
    Nicht jeder Fahrradfahrer
    ignoriert die Regeln.
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  •   ALFPFIN
    (5966 Beiträge)

    29.03.2018 12:24 Uhr
    Vielleicht
    liegt der Sinn dieser Aktion ja gerade darin, dass gewisse Radfahrer für das Recht radeln, dass sie sich eben nicht an die Straßenverkehrsordnung halten müssen und den Fußgängern "um die Nase" fahren dürfen. grinsen
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  •   rosi
    (308 Beiträge)

    29.03.2018 11:53 Uhr
    an die Regeln halten..
    geht an den Baustellen Tullaer Straße, Durlacher Tor etc wegen der schlampigen Kasig Beschilderung teilweise gar nicht, und nein, Schieben ist keine Option
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  •   rosi
    (308 Beiträge)

    29.03.2018 11:57 Uhr
    Erläuterung
    Wege sind abwechselnd als Radweg und Fußweg beschildert, d.h nicht durchgehend befahrbar. Fahrbahnradeln ist aber bestimmt nicht vorgesehen
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  •   mueck
    (9445 Beiträge)

    29.03.2018 10:48 Uhr
    !
    Der Anteil der Kamikaze-Piloten und Verkehrsregelverweigerer dürfte unter den Autofahrern keinen Deut besser sein, ich sage nur Rad- und Gehwegparken (und Parkverbote allg.), Tempolimits (man schaue nur in die Kommentare unter passenden Blitzer-Artikeln), "Kirschgrün", "Anlüger frei" (und zunehmend allgemein Zufahrtsverbote incl. Einbahnstr.), kein Stopp bei grünem Pfeil, Smartphone statt Verkehr beobachten, ... [Liste unvollständig, keine Wertung bei der Reihenfolge].

    Kenntnis der Radfahrregeln ist bei Autofahrern auch nahe Null, sonst würde ich nicht so oft angehupt, wenn ich dort radel, wo ich das nach StVO darf ...

    Und schon einige Male wollten mich als Fußgänger fahrende Autofahrer vom Gehweg vertreiben ...

    Und Rotlichtsündervergleich von kürzlich noch mal.
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  •   Chris23
    (24 Beiträge)

    30.03.2018 07:56 Uhr
    Kreisverkehr
    Du hast meinen Absoluten Liebling dem Kreisverkehr vergessen, dort wird massiv die Vorfahrt der Innenliegenden Fußgänger udn Radfahrer missachtet gerne auch in Kombination mit Datenschutzmassnahmen was die Abbiegeabsicht angeht.
    Hier wurde ich bereits 2* von wieder anfahrenden Fahrzeugen touchiert, und mußte fast täglich auf meine Vorfahrt aus gesundheitlichen Gründen verzichten.
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  •   SagMalWas
    (232 Beiträge)

    29.03.2018 15:54 Uhr
    So isses
    Im letzten Monat bin ich mit der Bahn gependelt.
    Wenn man da die Autofahrer beobachtet, unglaublich was man alles sieht.

    Am beindruckensten fand ich die Autofahrerin, die waehrend der Fahrt auf der doch recht kurvigen noerdlichen Karlsstrasse das Tempo der Strassenbahn locker mithalten konnte, obwohl sie gleichzeitig ein auf das Lenkrad gelegtes Tablet intensiv genutzt hat.

    Was kann da schon schief gehen.

    "Nein! Ich habe kein Handy benutzt! Ehrlich!"
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  •   Propagandahilfskraft
    (1127 Beiträge)

    29.03.2018 11:11 Uhr
    Radwege zu Parkplätzen!
    Das Parken auf Radwegen als solches ist erst mal gar nicht so negativ zu betrachten. So erlischt dadurch die Benutzungspflicht. Auf lange Sicht wäre das ein guter Einstieg in die fahrradfreundliche Verkehrspolitik Radwege zu Parkplätzen. Das würde im Endeffekt auch das Unfallrisiko der Fahrradfahrer stark absenken und das Fortkommen beschleunigen. Die Fahrbahn ist nun mal ein vielfaches schneller und sicherer als straßenbegleitende Radwege.

    Zum ersten Einstieg: ForschungsDienst Fahrrad: [url]http://pdeleuw.de/fahrrad/fdf/index-all.html [/url] und dann mal die vielen Berichte zum Thema Radwege durchlesen.
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