Malen gehöre zu ihrem Leben, seit sie einen Stift halten kann – also etwa seit dem vierten Lebensjahr. Ihr Traum sei es, von der Malerei leben zu können. 1963 in Karlsruhe geboren, folgte bei ihr dem Kunstleistungskurs am Gymnasium das Studium „Graphik-Design“ in Pforzheim. Bei der eigenen Malerei stehen die Schwerpunkte „Mensch“ und „Aktion“ im Mittelpunkt, eine Mischung aus „expressiv“ und „realistisch“ – vielleicht ein wenig auch zurück zu führen auf ungarische Vorfahren, die sie hat. „Abstrakt“ könne man ihre Kunstfertigkeit nicht nennen, ordnet sie sich selbst ein. Bereits zum wiederholten Male hatte sie Exponate in der Mitgliederausstellung des Badischen Kunstvereins.
Seit zwei Jahren leitet Eva Balogh eine eigene Malschule, das MALatelier in der Kaiserallee in Mühlburg, dort bietet sie Malkurse und Malgelegenheiten an. Den Schritt wagte sie nach beruflichen und familiären Umbrüchen, nach einer „Lebenskrise“ habe sie sich neu orientiert. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, sagte sie sich. Ihr macht die Arbeit Spaß, sie glaubt, Menschen motivieren zu können. Täglich bietet sie zu festen Zeiten Malkurse an. Teilweise empfindet sie die Malerei auch als Therapie, bei sich und bei anderen. Bei ihr wird kein „Stilleben“ vorgesetzt, das dann alle abmalen müssen. Eva Balogh will jeder Schülerin und jedem Schüler Freiraum lassen.
Wenn es um die eigene Malerei geht, liebt sie die „freie Malerei“, die Arbeit auf großem Format. Persönlich hat Balogh ein Faible für Vincent van Gogh, Picasso, Claude Monet. Aber auch für Pop-Art im Stile von Andy Warhol und Photorealismus à la Clive Head, einem Mittvierziger aus England, den sie kürzlich persönlich kennen lernte bei einem Malkursus in Irsee, im bayerischen Allgäu. Auch früher war Malerei für sie schon „Leidenschaft“, doch die 13 Jahre nach dem Studium als Graphik-Designerin, unmittelbar vor Gründung ihres MALateliers, arbeitete sie in einem anderen „Brotberuf“: davon sieben Jahre als Leiterin („Art Director“) eines kleinen Ateliers.
Es war auch dies eine erfüllende und vielfältige Tätigkeit an der Schnittstelle zwischen gestalterischer und visueller Arbeit, doch nicht ihr eigentlicher „Lebensinhalt“.
Beschreiben Sie sich mit drei Worten:
spontan / temperamentvoll / lebensfroh
Was ist Ihre größte Stärke?
Zielorientiertes Arbeiten
Was ist Ihre größte Schwäche?
Dass ich nicht auf Schlaf verzichten kann
Was war als Kind oder Jugendlicher Ihr Traumberuf? Haben Sie damals jemals daran gedacht, das zu werden, was Sie heute sind?
Häuptling werden / Malerin werden
Was würden Sie im Leben gerne noch erreichen?
Malerin werden – Atelier / Freiheit etablieren
Was nervt Ihre/n Partner/in am meisten an Ihnen?
Hat er mir noch nicht verraten
Auf welchen Gegenstand möchten Sie im Leben nicht verzichten?
Mein Auto: das schenkt Freiheit, kann mit Leinwand, Farben und Kindern vollgeladen werden
Wen würden Sie gerne auf den Mond schießen?
Niemand. Der arme Mond!
Welcher Mensch beeindruckt Sie?
Angela Merkel. Sehr souverän, hat Stärke, arbeitet zielorientiert, ist nicht eitel, setzt sich gut durch
Welche Musik (Interpret und Titel) und welcher Film haben Sie am meisten beeindruckt?
Filmmusik, Klassik-Radio, aber auch Metallica: z.B. „Enter Sandman“.
Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
„Intuition, Einsichten jenseits des Verstandes“ (Osho)
Sie werden als Tier geboren. Als welches?
Falke oder Katze
Sie tauschen einen Tag mit einer Person des anderen Geschlechts - wer wäre das?
Nikolas Sárkozy – möchte mal so richtig einen auf Macho machen!
Was finden Sie an Karlsruhe reizvoll?
Die magische Lage (Längen-/ Breitengrad)
Was würden Sie an Karlsruhe ändern, wenn Sie Oberbürgermeister/in wären?
Rheinhafen mehr an die Stadt anbinden, aufwerten, einbeziehen. Noch offener werden für Kultur
Welches sind die markantesten Karlsruher / deutschen Köpfe?
Luigi Colani (Designer), Hans Thoma (Maler und ehemaliger Direktor der Karlsruher Kunsthalle)
Sie leben in einem anderen Land. Welcher Grund könnte Sie dazu bewegen beziehungsweise davon abhalten, nach Deutschland einzuwandern?
Zu wenig Meer, zu wenig Küste!
Es geht um das Glück der Republik. Welche Person, Gruppierung oder Idee sollte mehr Einfluss gewinnen?
Menschen wie „die Gesellschaften“, die das Magazin „Menschen“ (Aktion Mensch) schreiben, lesen, lieben... www.aktion-mensch.de
Wie und wo möchten Sie sterben?
Schnell, schmerzlos, auf der Parkbank!
Kommen Sie in den Himmel oder in die Hölle?
Das entscheide nicht ich, Himmel wäre aber nicht schlecht!