Der Forschungsbereich Seismologie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) untersucht im Rahmen eines Projektes (Projekt "TIMO") die Tiefenstruktur des Mittleren Oberrheingrabens. Das Ziel ist die Charakterisierung der Erdbebentätigkeit im Oberrheingraben sowie der tiefen Struktur der Erdkruste und des Erdmantels. Die Messstationen sind dabei etwa 10.000 Kilometer vom Epizentrum des Bebens in Japan entfernt.

Die schnellste seismische Welle sei nach zwölf Minuten und 28 Sekunden in Karlsruhe eingetroffen, so Jörn Groos vom Geophysikalischen Institut. Die zweitschnellste folgte nach knapp 23 Minuten.

Karlsruhe wurde um je neun Millimeter abgesenkt und angehoben

"Bei den ersten beiden Erdbebenwellen handelt es sich um Raumwellen, die sich durch das Erdinnere ausbreiten", so Groos. Nach 35 Minuten sowie nach knapp 40 Minuten trafen die langsameren Oberflächenwellen ein. Diese Wellen haben jedoch die stärkste Bodenverschiebung im Mittleren Oberrheingraben hervorgerufen, so Groos: "Die gesamte Stadt Karlsruhe wurde dabei innerhalb von etwa 100 Sekunden um je neun Millimeter abgesenkt und angehoben sowie um neun Millimeter in Nord-Süd-Richtung und fünf Millimeter in Ost-West-Richtung vorübergehend verschoben."

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