Für die 27-jährige Mutter ist es eine Horrorvorstellung, das, was sie nun durchmachen muss, wäre ihrem kleinen Sohn passiert. "Die Wunden sind immer noch offen, ich denke das braucht noch Zeit", sagt sie im Gespräch mit ka-news. Täglich muss sie die Verletzungen versorgen, eincremen - doch bei jeder Bewegung schmerzt es am Po. 

Bahn Sitzreihen
Bild: Eric Dewald

Auf dem Weg der Besserung

Dem 19-Jährigen, der am Mittwoch die Verletzungen durch die unbekannte Flüssigkeit davongetragen hat, geht es auch besser. "Er hat zwar noch den Ausschlag am Bein, aber die Kopfschmerzen sind weg", sagt seine Mutter gegenüber ka-news. Er geht auch schon wieder arbeiten, sagt sie. 

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Trotz der Freude, dass es ihrem Sohn gut geht, auf die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) ist sie nicht gut zu sprechen, das macht sie im Gespräch mit ka-news deutlich. "Es kam noch nicht mal eine Entschuldigung, keine Stellungnahme zu dem Vorfall, nichts!"

Blinder Fleck: Kamera hatte den Sitz nicht im Bild

Lediglich die Polizei hätte sich nochmals bei ihrem Sohn gemeldet, dabei ging es um die Videoaufnahmen aus der Bahn. "Wo er saß, kam die Kamera nicht hin, deswegen können sie nicht sagen, wer das gewesen sein könnte", sagt die Mutter des 19-jährigen Geschädigten. "Ich glaube, da war ein Profi am Werk, der weiß, wo die Kameras hängen!"

Symbolbilder Bahn in Karlsruhe
Bild: Thomas Riedel

Mittlerweile hat sich bei der Polizei auch ein drittes Opfer gemeldet, eine junge Frau aus der Pfalz. "Der Vorfall ist auch am Montag passiert, am gleichen Tag wie bei der 27-Jährigen. Hier war es aber die Linie S5", wie ein Sprecher der Polizei Karlsruhe gegenüber ka-news bestätigt.

Auch dass die Bilder aus der Überwachungskamera der Bahn ausgewertet wurden, kann der Pressesprecher bejahen. "Aber wir haben noch nichts verdächtiges gefunden!"