Der Angeklagte, in Deutschland ohne festen Wohnsitz, hier allerdings bereits unter drei Alias-Personalien aufgetreten, steht in dem dringenden Verdacht, zwischen Mitte März und Anfang Juni in insgesamt 120 Wohnungen und Häuser eingebrochen zu sein oder dies versucht zu haben. Daneben werden ihm drei Einbrüche in Geschäftsräume zur Last gelegt.
Auf frischer Tat fotografiert
Auf der Suche nach geeigneten Tatobjekten sei er unter anderem im Stadt- und Landkreis Karlsruhe, im Enzkreis, in Pforzheim, Rheinland-Pfalz und angrenzenden Regionen unterwegs gewesen. In den meisten Fällen habe er Löcher in Türen oder Fenster gebohrt und durch diese Löcher mit einer eigens gefertigten Drahtkonstruktion die Verriegelungen geöffnet. In den Gebäuden habe er es in erster Linie auf Geld und sonstige Wertsachen abgesehen.
Im Zuge der Ermittlungen konnte der Angeklagte Anfang Juni festgenommen werden, er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Zur Festnahme des Mannes hatte auch der Umstand beigetragen, dass er in Grünwettersbach zu nächtlicher Stunde bei einem versuchten Einbruch vom Wohnungseigentümer auf frischer Tat fotografiert werden konnte. Nach Auslösen des Blitzes flüchtete der "Fensterbohrer". Für die weiteren Ermittlungen stand damit ein scharfes Lichtbild des zunächst unbekannten Täters zu Verfügung.
Nach umfangreichen Observationsmaßnahmen wurde der 30-jährige albanische Staatsangehörige, der sich illegal in Deutschland aufhielt und mit komplett gefälschten Ausweispapieren ausgestattet war, im Bereich des Rüppurrer Schlosses festgenommen. Bei der anschließenden richterlich angeordneten Durchsuchung des mitgeführten Pkw sowie des Unterschlupfes in der Karlsruher Südstadt konnten die Beamten umfangreiche Beweismittel, darunter Diebesgut, Tatbekleidung und Tatwerkzeuge, sicherstellen.
Karlsruhe