Bereits zur Phase der Anreise kam es rund ums Stadion und in der Innenstadt zu erwarteten Behinderungen im (Feierabend-)Verkehr. Bei Ankunft der Gästefans, die mit Zug-Verspätung den Karlsruher Hauptbahnhof erreichten, war schon zu diesem Zeitpunkt die Stimmung etwas angespannt. Schon dort flogen die ersten Flaschen und es wurden die ersten Böller gezündet. Verletzt wurde dabei aber noch niemand. Das teilt die Polizei in einem Bericht an die Presse mit.
An die Anhänger des @KarlsruherSC: Wir weisen nochmals darauf hin, dass das Abbrennen von Pyrotechnik verboten ist. Ihr helft weder eurem Verein, noch eurer Mannschaft, sondern gefährdet stattdessen andere Personen! Eure #Polizei #Karlsruhe #KSC #SVW #KSCSVW pic.twitter.com/x0sV04AgIS — Polizei Karlsruhe (@Polizei_KA) 18. April 2018
Schon vor Spielbeginn wurde in der Nähe des Stadions Pyrotechnik gefunden und beschlagnahmt. Wie die Polizei weiter schreibt, kam es beim Aufzug der KSC-Fans zu ersten Ausschreitungen, als Karlsruhe-Anhänger Böller in Richtung Polizei warfen. Dadurch wurden mehrere Beamte verletzt und erlitten ein Knalltrauma. Zudem wurde mit einer Leuchtsignalrakete in Richtung des eingesetzten Polizeihubschraubers geschossen. Zu diesem Vorfall dauern laut Polizei Karlsruhe die Ermittlungen noch an.
Spielunterbrechung wegen Pyrotechnik
Zu Beginn der zweiten Halbzeit zündeten die Fans im Gästeblock weitere Pyrotechnik und warfen diese auch auf die Beamten. Dabei wurden zwei Einsatzkräfte verletzt und das Halbfinalspiel musste kurz unterbrochen werden.
Die Abreise der Waldhof-Fans verlief dann weitestgehend ruhig. Es kam zu keinen Ausschreitungen und auch der Bustransfer zum Bahnhof verlief laut Polizeibericht diszipliniert ab.
Insgesamt wurden bei dem gestrigen Einsatz bei der Partie des KSC gegen den SV acht Polizeibeamte leicht verletzt. Acht Personen wurden vorläufig festgenommen. Der Grund: Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz und wegen Sachbeschädigungen. Die Festgenommenen leisteten schließlich noch erheblichen Widerstand und beleidigten die Polizisten.
Positives Fazit des Großeinsatzes
Gegen zwei weitere Personen wird wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt, gegen zwei andere wegen Körperverletzung. Außerdem sprachen die Beamten gegen acht Personen einen Platzverweis aus.
"Ich bin froh, dass die betroffenen Polizeibeamten nur leicht verletzt wurden und ihren Dienst zunächst fortführen konnten. Auch gelang es unseren Anti-Konflikt-Teams deeskalierend auf die Fangruppen einzuwirken. Unser Ziel der strikten Fantrennung ist erreicht worden", zieht Einsatzleiter Lutz Schönthal ein insgesamt positives Fazit.