"Die Pandemie hat für die Studierenden einschneidende Auswirkungen, eine längere Studienzeit wird sich deshalb nicht in jedem Fall vermeiden lassen", sagte Bauer. Besonders für die 50.000 Studierenden im Land, die staatliche Förderung erhalten, könne das schwerwiegende Folgen haben: Sie könnten durch eine Verzögerung im Studienablauf ihren Anspruch auf Bafög verlieren.

Die Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Monika Stein, begrüßte das Vorhaben: "Eine längere individuelle Studienzeit mit weiterlaufenden Bafög-Zahlungen bedeutet finanzielle Sicherheit und die Möglichkeit, das Studium unabhängig vom familiären Hintergrund erfolgreich abzuschließen", sagte Stein am Freitag.

Regelstudienzeit wird um drei Semester verlängert

Die Studierendenvertretung hatte schon im vergangenen Jahr gefordert, das Wintersemester von der Regelstudienzeit auszunehmen. Ob die Entscheidung auch für das kommende Semester fallen muss, bleibe abzuwarten. "Wir wollen keine überzogenen Forderungen stellen", sagte ein Sprecher.

Seit dem Sommersemester 2020 wurden die Semester pandemiebedingt nicht mehr an die Regelstudienzeit der aktuell rund 360.000 Studierenden im Südwesten angerechnet. Die reguläre Studienzeit verlängerte sich demnach zunächst um bis zu drei Semester.

 
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