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Karlsruhe: Cannabis-Legalisierung: Bundes-SPD holt sich Rat in Karlsruhe

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Cannabis-Legalisierung: Bundes-SPD holt sich Rat in Karlsruhe

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    Parsa Marvi, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Karlsruhe.
    Parsa Marvi, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Karlsruhe. Foto: SPD Karlsruhe

    Die von der Ampelkoalition geplante Cannabis-Legalisierung war Thema bei einem Austausch zwischen dem Dezernatsteam um Bürgermeister Martin Lenz und der in der SPD-Bundestagsfraktion für das Thema Jugend-Suchtprävention zuständigen Abgeordneten Jasmina Hostert, dem Karlsruher Bundestagsabgeordneten Parsa Marvi und der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, Yvette Melchien.

    Die Stadt Karlsruhe habe schon vor vielen Jahren mit dem sogenannten "Heroinmodell" und der Einrichtung des landesweit ersten "Drogenkonsumraums" bundesweit eine Pionierstellung eingenommen bei der öffentlich kontrollierten Abgabe von Drogen an Zielgruppen, so die SPD in einer Pressemeldung. Dabei waren in der Vergangenheit Schwerstbetroffene im Fokus. Zugleich hat die Stadt umfassende Expertise im Bereich der Drogen- und Suchtberatung über Jahrzehnte gemeinsam mit Partnern wie der AWO Karlsruhe aufgebaut.

    "Für die anstehenden Gesetzesberatungen konnte ich einige wertvolle Praxistipps mitnehmen", bedankt sich Bundestagsabgeordnete Jasmina Hostert bei den Präventionsexperten aus Karlsruhe und stellte zu Beginn klar, dass die Abgabe von Cannabis nur an Erwachsene ab 18 Jahren nach Ausweiskontrolle erfolgen dürfe. "Wir werden viel in Präventionsangebote und Aufklärung für Kinder und Jugendliche investieren müssen“ so die Abgeordnete weiter. "Erfahren hab ich heute auch, dass aus ärztlicher Sicht die "jungen Erwachsenen" zwischen 18 und 25 bei übermäßigem Konsum ebenfalls besonders in ihrer gesundheitlichen Entwicklung gefährdet sind."

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    Foto: ps/SPD

    Wie werden die Gesetze aussehen?

    "Wichtig sind der Ampel, dass Cannabis in dafür lizenzierten Stellen bezogen werden soll und eine Qualitätskontrolle erfolgt", betont Abgeordneter Marvi und fügt hinzu: "Insbesondere sollen der Schwarzmarkt ausgetrocknet werden und die Abgabe kleinerer Mengen für den Privatbedarf entkriminalisiert werden."

    Weitere Eckpunkte waren eine mögliche Begrenzung des THC-Gehaltes, der kontrollierte Anbau aber auch der Schutz des ungeborenen Lebens ähnlich wie beim Alkoholkonsum während der Schwangerschaft. Alle Gesprächsteilnehmer:innen waren sich einig, dass es im Verlauf der Gesetzesinitiative eine Fortsetzung des Gespräches geben soll.

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