"Bis Ende August wurden 3,6 Millionen Euro Einnahmen durch stationäre Überwachungsanlagen erzielt", so Helga Riedel, Sprecherin des Presse- und Informationsamts der Stadt Karlsruhe auf Anfrage von ka-news. Der Haushaltsansatz sei seit Jahren unverändert und liegt bei 11,5 Millionen, die durch mobile und stationären Überwachung sowie den ruhenden Verkehr eingenommen werden sollen.

"Ob dieser Ansatz erreicht wird, hängt von dem Verhalten der Verkehrsteilnehmer ab", so Riedel weiter. Im Jahr 2015 wurde er nicht erreicht, hier spielten die Blitzer, sowie Falschparker rund 10,5 Millionen Euro und die Kassen der Stadt. Aufgrund der aktuellen Bedingungen und der allgemeinen Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr seien drastische Strafen und vermehrte Verkehrskontrollen unabdingbar.

Weniger Unfälle durch mehr Kontrolle?

Aber warum weist die Stadt nicht mit Hinweisschildern auf Blitz-Kontrollen hin, damit die Fahrer ihr Tempo drosseln? "Dies ist nicht in der Straßenverkehrsordnung vorgesehen", so die Sprecherin. "Generell gilt, nur so viel Schilder wie notwendig mit dem Ziel die Schilder-Flut zu reduzieren".

Ob wirklich mehr Sicherheit durch Kontrollen entsteht, sei laut der Stadt eine Fragestellung, die man bundesweit erheben müsse. "Fakt ist bei der Willy-Brandt-Allee, dass seit der Aufstellung der stationären Kontrolle keinen schweren Unfall mehr gab", so Riedel.