Die Leistungen dazu werden europaweit ausgeschrieben. Dieses Verfahren sei kostengünstiger als die Arbeiten selbst zu erledigen, da die Stadt so weder Reinigungsfahrzeuge noch die erforderliche Besatzung bereit halten muss.

Treffen im umweltfreundlichen Volksbankgebäude

Die Mitglieder des AUG hatten sich im neuen Verwaltungsgebäude der Volksbank Karlsruhe an der "Bankmeile" Ludwig-Erhard-Allee getroffen. Deren Vorstandsvorsitzender Gerhard Rastetter und der verantwortliche Ingenieur Michael Hoffmann hatten ihnen zu Beginn der Sitzung das Energiekonzept des Hauses erläutert. 75 Sonden reichen - eingebaut unter der Tiefgarage des Gebäudes - jeweils 35 Meter ins Erdreich.


Durch sie fließt Glykol, das sich im Winter in der immer zwischen elf und 14 Grad warmen Erde erwärmt und im Sommer abkühlt. Im Winter dient eine elektrisch betrieben Wärmepumpe zur Aufheizung. Das Mittel wird dann durch Röhren in den Decken des Hauses gepumpt und zusammen mit individuell einstellbaren Geräten für die Wärme gesorgt, wie sie die Mitarbeiter benötigen.

Den notwendigen Strom erzeugt das Gebäude, übers Jahr gerechnet, selber, weil die großen Glasflächen an der Südfassade mit Elektrovoltaikzellen ausgestattet sind. Die gesamte Apparatur läuft im Sommer umgekehrt und kühlt das Haus unter Unterstützung durch drei Lichthöfe als Kamine auf erträgliche Temperaturen ab.


Nuklearanlage wird rückgebaut

Anschließend berichtete Dr. Peter Fritz vom Vorstand des Forschungszentrums Karlsruhe (FZK) über den Stand der Arbeiten beim Abbau nuklearer Anlagen im FZK und in der ehemaligen Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK). Das FZK besitzt einen eigenen Geschäftsbereich, der für diese Aufgaben zuständig ist und dem Fritz vorsteht. Im FZK werden noch bis 2012 der "Kompakte Natriumgekühlte Kernreaktor", bis 2013 der Mehrzweck-Forschungsreaktor und in der Nachbarschaft bis 2023 die WAK bis zur "grünen Wiese" demontiert.

Die Rückbauarbeiten seien sehr weit vorgeschritten, so Fritz.
Die Restarbeiten sollen von der WAK, auf die sämtliche Rückbauarbeiten des Forschungszentrums im Sommer 2009 übertragen werden, zu Ende geführt werden. Das dann endgültig installierte Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird keine Rückbauarbeiten mehr durchführen.