Wie die Stadt Karlsruhe mitteilt, hat die Artenschutzstiftung mit dem Erwerb des Grundstücks ein erstes eigenes Großprojekt verwirklicht. "Für mich ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen", so Clemens Becker, Vorstand der Stiftung und Kurator für Artenschutz beim Zoo Karlsruhe. "Es ist etwas ganz Besonderes und bislang auch Einmaliges, dass ein Zoo mit seiner eigenen Stiftung ein Gelände in einem anderen Land erwirbt, um dort ganz aktiv zum Schutz der Natur beizutragen."
Ecuador sei eines der artenreichsten Länder der Erde. Allerdings ist diese Artenvielfalt aufgrund des Raubbaus durch den Menschen stark bedroht, erklärt Becker weiter. Mit der Wiederaufforstung der abgeholzten Teilstücke des Geländes will man zur Bewahrung des Nebelwalds beitragen. Die Aufforstung wird von der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) koordiniert.
Rund 115.000 Euro hat das Grundstück gekostet. Der Großteil wurde über Spenden von der Artenschutzstiftung eingenommen, Restbeträge von 30.000 Euro wurden als zinslose Kredite von Privatpersonen zur Verfügung gestellt.