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Karlsruhe Die Hitze setzt den Badeseen zu: Wie steht es um die Qualität des Wassers?

Sommerzeit ist Badezeit und was gibt es bei Temperaturen jenseits der 30 Grad schöneres, als sich mit einem Sprung ist (kühle) Nass zu erfrischen. Doch die Hitze der letzten Tage und Wochen setzt auch den Badeseen in und um Karlsruhe ordentlich zu. Das Gesundheitsamt kontrolliert daher regelmäßig die Wasserqualität und prüft, ob die Seen für Schwimmer gesperrt werden müssen.

Alle vier Wochen ziehen die Mitarbeiter von Ulrich Wagner los und nehmen Proben an den Badeseen in der Region. Das Gesundheitsamt Karlsruhe ist für die Überwachung der Wasserqualität zuständig. Erst am Montag gab es die letzte Beprobung. "Im Großen und Ganzen sieht es gut aus, wir haben bisher keinen Hinweis darauf, das etwas anders ist an den Gewässern", erklärt Ulrich Wagner, Leiter der Abteilung Gesundheitsschutz im Gesundheitsamt. 

 

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Auf jeder Tour klappern die Mitarbeiter vom Gesundheitsamt mehrere Seen ab. Dort messen sie nicht nur die Temperatur des Wassers, sondern auch den Sauerstoffgehalt. "Auch der optische Eindruck zählt: Wie ist die Sichttiefe, ist das Wasser trübe", sagt Ulrich Wagner im Gespräch mit ka-news. 

Baggersee Grötzingen
(Symbolbild) | Bild: Sarah Ball

Die Bakterienbelastung darf nicht zu hoch sein

Dann sind aber vor allem die Werte von E.Coli-Bakterien oder Enterokokken interessant. "Zum Beispiel können durch Gänse oder andere Wasservögel viele Verunreinigungen in den See kommen, aber das war früher viel mehr", so der Leiter der Abteilung Gesundheitsschutz gegenüber ka-news. "Mittlerweile ist die Hygiene viel besser, da hat sich viel getan!" 

Doch durch die steigenden Temperaturen können sich Bakterien stärker vermehren, weiß der Experte. Dann steigt auch die Gefahr, dass sich Blaualgen in den Seen bilden können. "Wenn das passiert, dann müsste man den See sperren und ein Badeverbot einrichten", sagt Ulrich Wagner. "Die Blaualgen können Giftstoffe ausschütten und die sind gefährlich für den Menschen!" In den Badeseen rund um Karlsruhe müssen sich die Schwimmer aber keine Gedanken machen. 

Badestrand am Baggersee Grötzingen
(Symbolbild) | Bild: Sarah Ball

Keine Wasservögel anlocken

Auch sind die Gewässer noch nicht "gekippt". "Wie lange das noch gut geht, da kann man aber nichts Pauschales sagen. Kritisch wird es im Wasser erst, wenn die ersten Tiere sterben", erklärt Ulrich Wagner im Gespräch mit ka-news. Der Badegast selbst kann jedoch nur wenig tun, um die Wasserqualität nicht zu beeinträchtigen. "Man sollte nichts machen, das Wasservögel anlockt, denn je größer die Population, desto mehr Verunreinigung kann in das Wasser gelangen!" 

Gans am Badesee
Eine Gans am Badesee Buchtzig. | Bild: ka-news

An jeder offiziellen Badestelle sollte es eine Schautafel geben, die über die aktuelle Wasserqualität und Werte informiert. "Und solange der See zugelassen ist, darf man auch baden gehen", gibt Ulrich Wagner Entwarnung. So steht einem ungetrübten Badevergnügen in den nächsten heißen Tagen nichts im Weg. 

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Kommentare (2)
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  •   freigeist
    (433 Beiträge)

    04.08.2018 13:59 Uhr
    Was ist den das für ein Artikel
    "Dann sind aber vor allem die Werte von E.Coli-Bakterien oder Enterokokken interessant. "Zum Beispiel können durch Gänse oder andere Wasservögel viele Verunreinigungen in den See kommen, aber das war früher viel mehr", so der Leiter der Abteilung Gesundheitsschutz gegenüber ka-news. "Mittlerweile ist die Hygiene viel besser, da hat sich viel getan!"

    Oh,waschen sich jetzt Enten und Gänse bevor sie ins Wasser gehen und suchen sie auch evtl öffentliche WCs auf.?
    Probleme machen doch wohl mehr die Anzahl der Badegäste mit Sonnencreme's und Öle und die in den See Pinklerei.
    Alle 4 Wochen bei dieser Hitze ist bestimmt zu wenig Kontrolle,besser wäre wohl einmal in der Woche.
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  •   Suedweschter
    (308 Beiträge)

    04.08.2018 10:52 Uhr
    Warum nur alle 4 Wochen?
    Die Untersuchung der Wasserqualität sollte in dieser Spitzensaison und bei dieser Wetterlage häufiger stattfinden. Nur einmal im Monat erscheint sehr wenig, wenn Umkippgefahr besteht.
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