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Neckarwestheim: Atomkraftgegner: Sicherheit in Debatte über Reserve wichtig

Neckarwestheim

Atomkraftgegner: Sicherheit in Debatte über Reserve wichtig

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    Wasserdampf steigt aus dem Kühlturm des Atomkraftwerks (AKW) Isar 2.
    Wasserdampf steigt aus dem Kühlturm des Atomkraftwerks (AKW) Isar 2. Foto: Jan Woitas/dpa/Archiv

    Da die weitere Entwicklung der korrosionsbedingten Risse nicht präzise vorhersagbar sei, bestehe die Gefahr eines Abrisses der Rohre zwischen zwei Revisionen, sagte .ausgestrahlt-Vertreter Dieter Majer, ein früherer Ministerialdirigent im Bundesumweltministerium. Das könnte im schlimmsten Fall zu einer Kernschmelze führen, warnte er. Die schon heute an der Gefahrengrenze arbeitenden Kraftwerke könnten nicht als Garanten einer Netzstabilität herangezogen werden.

    In Neckarwestheim (Kreis Ludwigsburg) ist nach den Angaben der Atomkraftgegner die letzte Revision im Juni wegen der geplanten Abschaltung Ende des Jahres deutlich vereinfacht erfolgt. Deshalb sei anzunehmen, dass die Zahl von 36 neuen Rissen in etwa doppelt so hoch sei, mutmaßen sie. Neben den Sicherheitsbedenken stelle auch eine beim Verwaltungsgerichtshof anhängige Klage die Verlässlichkeit des Meilers infrage. Dabei wollen zwei Anwohner erreichen, dass der Anlage die Betriebserlaubnis entzogen wird. Die mündliche Verhandlung ist am 14. Dezember anberaumt.

    Das für die Genehmigung zuständige Umweltministerium und der Betreiber EnBW weisen den Vorwurf mangelnder Sicherheit zurück. Das Land ist Großaktionär des Energieversorgers. Die Atomkraftgegner werfen dem Ministerium vor, die Erlaubnis recht willkürlich zu vergeben, um EnBW nicht zu schaden.

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