Die Energiegewinnung aus Atomkraft sei angesichts der aktuellen politischen Lage dringender denn je, so der Tenor der Demonstranten. "Wir verbrennen russisches Gas, um Strom zu erzeugen", mahnt Britta Augustin, Mitglied des Vereins Nuklearia. Diese Abhängigkeit sei einfach zu stoppen, "wenn wir die Kernkraftwerke weiter laufen lassen und abgeschaltete wieder in Betrieb nehmen".

Britta Augustin vom Verein Nuklearia will die Atomkraftwerke in Deutschland erhalten. | Bild: Thomas Riedel

Bundestag soll erneut über Atomausstieg abstimmen

Auch in Sachen Klimaschutz würden alle Argumente für die CO2-freie Stromerzeugung aus Atomenergie sprechen. "Die Luft bleibt sauber und wir sparen am Flächenverbrauch", erläutert Augustin. Es werde nicht ausreichen, einfach mehr Solaranlagen und Windräder aufzustellen. Kernkraftwerke seien darüber hinaus auch "wahre Gelddruckmaschinen", die nicht nur Einnahmen erwirtschafteten, sondern auch die Strompreise im eigenen Land niedrig hielten.

In den Augen der Atomkraft-Befürworter war der Beschluss zum Ausstieg aus der Atomenergie vor 20 Jahren nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen verfassungswidrig. Mit ihrer Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht will die Gruppe erreichen, dass dieser erneut im Bundestag zur Abstimmung vorgelegt wird. Die Chancen dafür - darüber sind sich auch die Demonstranten im Klaren - sind jedoch gering.

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