Der Vorsitzende des Bürgervereins Neuwiesenreben gehörte zu den über 100 Organisationen und Personen des öffentlichen Lebens, die den Aufruf zur Gegendemonstration gegen den Neonazi-Aufmarsch mitunterzeichnet hatten. Ihr Vorsitzender Rainer Hasenbeck verwahrt sich nun in einem Offenen Brief an Raab dagegen, "den Bürgerverein beziehungsweise dessen Vorstand als 'linksextreme Gruppe' zu bezeichnen, nur weil er sich gegen einen Neonazi-Aufmarsch solidarisiert hat". Es handelte es sich nach Hasenbecks Angaben bei den Unterstützern der Gegendemonstration um ein breitgefächertes Bündnis, dem unter anderem "solch 'linke' Gruppen wie das eff eff, der Ettlinger Sportverein, die Jüdische Kultusgemeinde Karlsruhe, die Ettlinger Gewässerführer, der Seniorenbeirat und der Ettlinger CDU-Stadtverband angehörten. Sie gemeinsam als 'Gegendemo der Linken' zu bezeichnen, muss - gelinde gesagt - verwundern".

Hasenbeck bittet Raab weiter, "zur Kenntnis zu nehmen, dass die Gegendemonstration keineswegs, wie Sie an einer Stelle behaupten, 'untersagt' wurde. Vielmehr haben die Veranstalter die Gegendemonstration nach reiflicher Überlegung abgesagt, als bekannt wurde, dass der Neonazi-Aufmarsch nicht stattfinden wird". Hasenbeck wäre abschließend dem Landtagsabgeordneten verbunden, "wenn Sie in angemessener Form Ihre Äußerungen korrigieren könnten".