Karlsruhe Kork für Kork

Im Epilepsiezentrum in Kehl-Kork entstehen aus gesammelten Korken marktfähige Produkte (Foto: ka-news)
Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe führte auch in diesem Jahr seinen Korksammelwettbewerb durch. Bereits zum 11. Mal waren - unter dem Motto "Kork für Kork" - alle Kindergärten, Schulen und andere Jugendgruppen aus dem Landkreis Karlsruhe aufgerufen, Flaschenkorken aus Naturkork zu sammeln. Nun steht das diesjährige Ergebnis fest.

Mehr als 300 Kinder- und Jugendgruppen aus 27 Städten und Gemeinden des Landkreises Karlsruhe haben insgesamt 19,5 Tonnen Kork gesammelt. Das Vorjahresergebnis von knapp 24 Tonnen konnte zwar nicht erreicht werden, so das Landratsamt Karlsruhe, aber angesichts der immer stärker eingesetzten Schraub- und Plastikverschlüsse in der Weinindustrie sei die gesammelte Menge von rund 5,18 Millionen Korken trotzdem ein gutes Ergebnis. Bezogen auf die Einwohnerzahl des Landkreises Karlsruhe entspricht dies einer Pro-Kopf-Zahl von knapp über 12 Stück.

Die eifrigsten Sammler kamen auf über 183.000 Korken

Die gesammelten Korken erhält das Epilepsiezentrum in Kehl-Kork, um sie in den dortigen Werkstätten zu marktfähigen Produkten im Bausektor zu verwandeln. Mittlerweile ist der Landkreis Karlsruhe durch seinen jährlichen Wettbewerb zum größten Einzelanlieferer beim Epilepsiezentrum Kork geworden. Damit leistet der Landkreis seit vielen Jahren seinen Beitrag zum Erhalt von Arbeitsplätzen für Behinderte.

Eifrigster Sammler war in diesem Jahr die Klasse 3 der Rosi-Gollmann-Schule in Östringen-Tiefenbach, die mit 688 Kilogramm - das sind ungefähr 183.500 Korken - den ersten Platz belegt und sich über einen Ausflug nach Kehl am Rhein zur Besichtigung des Kork-Recyclings bei den Hanauerland Werkstätten freuen darf. Mit einer Menge von 446 Kilogramm (zirka 119.000 Korken) erhält die Klasse 4 der Grundschule in Karlsbad-Spielberg den zweiten Preis in Form eines finanziellen Zuschusses für ein ökologisches Projekt in Höhe von 160 Euro.

Jugendliche aus fast allen Landkreis-Kommunen machten mit

Jeweils einen Zuschuss für Bücher oder Veranstaltungen erhalten die drei nächstplatzierten Gruppen: Die Klasse 4b der Hans-Thoma-Schule in Ettlingen-Spessart mit 358,90 Kilogramm (etwa 96.000 Korken); die Agnus-Jugend Weingarten mit 330 Kilogramm (zirka 88.000 Korken) sowie die Klasse 5c des Ludwig-Marum-Gymnasiums in Pfinztal-Berghausen mit 278 Kilogramm (über 74.000 Korken).

Korken wurden in diesem Jahr aus 27 der insgesamt 32 kreisangehörigen Städte und Gemeinden Korken angeliefert. Insgesamt 16 Kreisgemeinden haben sich dabei aktiv mit einem eigenen Sammeltermin beteiligt. Spitzenreiter der beteiligten Kommunen war in diesem Jahr die Gemeinde Pfinztal mit insgesamt 2.250 Kilogramm Korken, gefolgt von der Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen mit 2.125 Kilogramm und der Stadt Östringen mit 1.982 Kilogramm abgegebenen Korken.

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