Karlsruhe Aufgrund Corona: Neue Erstaufnahmeeinrichtung in Karlsruhe - bisherige Bewohner ziehen um

Eggenstein-Leopoldshafen bekommt künftig keine Flüchtlinge zur Anschlussunterbringung zugeteilt - im Gegenzug wird die Unterkunft "Am Schröcker Tor" in eine Erstaufnahmeeinrichtung umgewandelt. Grund dafür ist die Covid-19 Pandemie, aufgrund derer die Flüchtlinge weniger dicht untergebracht werden sollen. Am 4. Mai wird die Stelle in Betrieb genommen.

"Es ist entscheidend, dass wir auch in den Erstaufnahmeeinrichtungen die Verbreitung des Virus versuchen zu verlangsamen, beziehungsweise Ansteckungen möglichst ganz zu vermeiden. Das Land hat deshalb entschieden, Flüchtlinge auf zusätzliche Einrichtungen im Land zu verteilen, damit die Menschen jeweils weniger dicht in einer Einrichtung untergebracht sind, um die Ansteckungsgefahr zu vermindern", erklärte die Karlsruher Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder.

Ein Schild mit der Aufschrift «Asyl» in der Landeserstaufnahme für Asylbewerber (LEA) Karlsruhe.
Ein Schild mit der Aufschrift «Asyl» in der Landeserstaufnahme für Asylbewerber (LEA) Karlsruhe. | Bild: Uli Deck/dpa

Die Erstaufnahmeeinrichtung in Eggenstein-Leopoldshafen soll deshalb bereits Anfang Mai 2020 in Betrieb genommen werden. Das Regierungspräsidium Karlsruhe übernimmt die bisher vom Landkreis Karlsruhe und der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen betriebene Gemeinschaftsunterkunft.

Aus Gemeinschaftsunterkunft wird Erstaufnahmeeinrichtung

Der Landkreis hat bereits mit den Vorbereitungen für die Verlegung der bisherigen Bewohnerinnen und Bewohner begonnen. 23 Personen im Bereich der Gemeinschaftsunterkunft und 113 Personen im Bereich der Anschlussunterbringung in Form des Kombimodells sind derzeit dort gemeldet.

"Um sicherzustellen, dass das Virus bei einer Verlegung nicht in andere Unterkünfte im Landkreis weitergetragen wird, werden sämtliche Personen getestet", gibt der Landkreis bekannt. Die getesteten Personen wurden gebeten, sich bis zum Vorliegen der Testergebnisse, die zum Wochenende erwartet werden, zu isolieren. Sollte ein Befund positiv sein, wird für die Betroffenen Quarantäne angeordnet. 

(Symbolbild)
Landeserstaufnahmeeinrichtung in Karlsruhe (Symbolbild) | Bild: Paul Needham

Die Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen wird zudem von der Aufnahme von Flüchtlingen in die Anschlussunterbringung mit der Inbetriebnahne der neuen Erstaufnehmeeinrichtung komplett befreit.

Weniger Flüchtlinge für den Landkreis

Landrat Schnaudigel informiert, dass das Regierungspräsidium darüber hinaus zugesagt hat, zukünftig deutlich weniger Flüchtlinge in den Landkreis zuzuweisen. Für die Monate April und Mai werden es keine - danach bis zu 50 Prozent weniger Flüchtlinge sein.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel (Landratsamt Karlsruhe) hält seine Rede.1
Landrat Christoph Schnaudigel (Landratsamt Karlsruhe). | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Zunächst ist eine Belegung mit maximal 200 Personen vorgesehen. Denn: Es sind derzeit in der Unterkunft noch offene Fragen der Entwässerung des Grundstücks zu lösen. Erst wenn diese geklärt sind, kann die Unterkunft in einem größeren Umfang belegt werden.

Isolations-Einrichtung für infizierte Asylsuchende

Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, werden in Eggenstein-Leopoldshafen nicht untergebracht. Für infizierte Personen in Erstaufnahmeeinrichtungen hat das Land eine temporäre Isoliereinrichtung im Rems-Murr-Kreis sowieQuarantänebereiche innerhalb der LEAs in Betrieb genommen.

Die bisher in der Gemeinschaftsunterkunft untergebrachten Flüchtlinge werden auf andere Unterkünfte im Landkreis Karlsruhe verteilt.

 

 

 

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