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Karlsruhe/Rheinstetten "Ein unzureichendes Angebot": Mitarbeiter des Edeka-Fleischwerks Rheinstetten treten in Streik

Es herrschen Unstimmigkeiten innerhalb der Edeka. Als Folge einer Diskussion um Löhne und Vergütungen legen die Angestellten des Edeka-Fleischwerks Rheinstetten am 28. Juni ihre Arbeit nieder. Bereits drei Tarifverhandlungen seien zu diesem Thema gescheitert. Nach dem aktuellen Streik sollen die Verhandlungen jedoch in die vierte Runde gehen.

Am Sonntag, den 27. Juni um 17 Uhr rief die Gewerkschaft Vereinte Dienstleistungsgesellschaft (Ver.di) in Rheinstetten zu einem Streik auf, wie sie in einer Pressemitteilung berichtet. Die Mitarbeiter des Edeka-Fleischwerks sollten in Reaktion auf die Gewerkschaft am Montag, 28. Juni, ganztägig die Arbeit niederlegen.  Daher seien sowohl am 28. als auch am 29. Juni mit erheblichen Beeinträchtigungen im Betrieb und im Kundenverkehr zu rechnen.

Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo.
Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo. | Bild: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Als Grund für den Streik nennt die Gewerkschaft ver.di eine zu geringe Vergütung der Arbeitnehmer. Ein bisheriges Angebot der Chefetage von einer Lohnerhöhung von insgesamt 2,5 Prozent bis Oktober 2022 sei als zu niedrig empfunden und abgelehnt worden. Die ver.di fordere nach eigenen Angaben eine Lohnerhöhung von mindestens 5,5 Prozent innerhalb von zwölf Monaten. Erneute Tarifverhandlungen sollen am Donnerstag, den 1. Juli, aufgenommen werden.

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  •   AhmedDerAufklärer
    (612 Beiträge)

    28.06.2021 16:26 Uhr
    Wie
    ist denn dort das Verhältnis von Festangestellten zu "freien Mitarbeitern"?
    @ka-news Wäre von Interesse, wenn Ihr das herausfinden könntet...
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  •   BMWFahrer
    (761 Beiträge)

    28.06.2021 18:14 Uhr
    KA-News
    ist nicht Günter Wallraff
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  •   BMWFahrer
    (761 Beiträge)

    28.06.2021 12:11 Uhr
    Wie hoch ist denn der derzeitige Tariflohn?
    Wäre interessant zu wissen.

    Sind, wie in anderen Fleischfabriken, ausschließlich osteuropäische Arbeiter beschäftigt, die in Massenunterkünften zusammengepfercht werden?

    Oder ist das Entgelt derart üppig, dass sich auch Deutsche für diese Arbeit finden lassen?
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  •   smuudo
    (286 Beiträge)

    28.06.2021 15:46 Uhr
    Mindestlohn
    Geh mal davon aus, dass auch bei Festanstellung der Mindestlohn bezahlt wird. Nicht umsonst soll dieser bis 2023 stufenweise um knapp 2€ angehoben werden. Die Unternehmensführung wird dies im Fokus haben und dahingehend wirtschaften müssen. 2€ mehr müssen erstmal in dieser Branche verdient werden. Wenn jetzt noch 5,5% hinzu kommt, war’s das mit dem üppigen Managergehalt. Da wird man sich bis auf‘s Blut dagegen wehren! 😜
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  •   baeuerchen
    (676 Beiträge)

    28.06.2021 13:38 Uhr
    Nur Festangestellte im Fokus
    auch hier sind nur die Festangestellten gemeint.
    Die "Lohnsklaven" aus Osteuropa sind ja mit undurchsichtigen Dienstleistungsverträgen über Subunternehmer hierher vermittelt und dürfen nicht streiken, da sie von Ihrem Auftraggeber dann auch die 2 € Stundenlohn nicht mehr bekommen.
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  •   BMWFahrer
    (761 Beiträge)

    29.06.2021 10:50 Uhr
    also hat die Gewerkschaft wieder nur das Wohl einiger im Blick,
    wie bei der I.G.-Metall. Die Daimler-Mitarbeiter verdienen sich dumm und dusslig, während die Zeitarbeiter ausgebeutet werden mit dem Risiko, ständig gefeuert zu werden.
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  •   SunCityKA
    (143 Beiträge)

    30.06.2021 08:07 Uhr
    Logo...
    ... hat die Gewerkschaft nur das Wohl einiger im Blick: des Bürgermeisters und der Kulturministerin in Sachen Staatstheater! Volle Unterstützung für das Milliardengrab gab's durch den DGB. Klar, sind ja alles "Genossen" zwinkern Die hunderte protestierenden Theater-Angestellten, ob der untragbaren Zustände unter dem Ex-Intendanten hat sie überhaupt nicht interessiert. Wen Theaterangestellte nicht interessieren, der interessiert sich doch erst recht nicht für Fleischwerk-Zeitarbeitskräfte.
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