46  

Karlsruhe Karlsruher Rheinhafen: Protestaktion am Dampfkraftwerk - Aktivisten fordern Kohleausstieg

Umweltaktivisten der Aktionsgemeinschaft "Robin Wood" und des Bündnisses "Ende Gelände" protestierten am Samstag am von der EnBW betriebenen Dampfkraftwerk (RDK) im Rheinhafen gegen den Abschlussbericht der Kohlekommission und fordern einen klimagerechten Kohleausstieg. Laut Polizeiangaben besetzten die rund 150 Klimaschützer unter anderem die Schienen, einen Ladekran, die Förderanlage und einen Bagger.

Rund 40 Aktivisten hatten sich laut Polizeiangaben gegen acht Uhr Zugang zum Gelände des RDK verschafft, weitere 50 protestierten vor dem Dampfkraftwerk für einen Kohleausstieg. Zwei Kletterer hatten sich am Hochwassersperrtor abgeseilt und Banner entrollt, auf dem sie forderten, die Verbrennung von Kohle jetzt zu beenden.

Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort und sorgen für die erforderliche Sicherheit. Die Polizei spricht von einer friedlichen Demonstration, die jedoch im Vorfeld nicht angemeldet worden sei. Den Morgen über war man mit den Klimaschutzaktivisten in Verhandlungen gestanden, um die Protestaktion zu abzubrechen.

Demonstration darf bis in den Nachmittag stattfinden

In einer Pressemitteilung teilte die Polizei am Mittag schließlich mit, dass sich die Beteiligten über den weiteren Verlauf einig geworden seien - so dürften sich die Umweltaktivisten noch bis 16 Uhr auf dem Gelände aufhalten und sich im Anschluss mit einer angemeldeten Spontandemonstration entfernen.

Nach Angaben einer EnBW-Sprecherin besetzten die Demonstranten ein Schiff, aus dem Kohle entladen werden sollte sowie Förderbänder. "Wir haben Verständnis und sehen das sehr gelassen", sagte die Sprecherin. Auf eine Anzeige habe man verzichtet. Sie wies darauf hin, dass EnBW seit Jahren die Strategie des Konzernumbaus verfolge und aus er Kohle aussteige.

Bild: Thomas Riedel

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hat ein Konzept für einen Ausstieg aus der Kohle-Verstromung bis spätestens 2038 vorgelegt. Dieses sieht Milliardensummen aus dem Staatshaushalt für den Strukturwandel vor. Vor allem in der Lausitz, im Mitteldeutschen sowie im Rheinischen Revier hängen noch Tausende Arbeitsplätze an der Kohle.

Die Kohlegegner unterstützen an diesem Wochenende eine bundesweite Aktion, zu der das Bündnis "Ende Gelände" aufgerufen hatte. Am Freitag gingen Aktivisten bereits in Berlin und Hamburg auf die Straße. Auch für die Städte Leipzig, Bielefeld, Bonn, Essen und München sind Demonstrationen geplant.

Der Artikel wurde aktualisiert.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (46)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   mein-senf
    (920 Beiträge)

    04.02.2019 08:53 Uhr
    das sieht
    nach Fasnacht aus .... sicher war es idiotisch dieses Kraftwerk zu modernisieren ... und un stellen mer uns mal janz dumm , und sehen uns den Individualverkehr an ; da werden zig Mrd. von KW jeden Tag verfahren ( in Bewegungsenergie + Wärme umgewandelt ) , im Moment in Form von Diesel und Benzin , wenn es nach nach den Ökoträumern geht, fahren wir alle ab morgen mit Strom, ganz toll ganz sauber , ganz super , nuuur woher sollen die täglichen Mrd. von KW kommen ( für Bewegung braucht man Energie , egal ob das Strom ist , oder Benzin, oder Diesel ,oder das Pferd was den Wagen zieht, man braucht KW ), klar der kommt aus der Steckdose , und da von den Windrädlein , sicher nicht, sondern u.A. aus französischen Atommeilern, denn unsere Kraftwerke würden diesen Umstieg nie verkraften .... mal wieder total unausgegoren , da wird wieder eine Sau durchs Dorft getrieben und alle Wichtigen hocken sich drauf. anstatt sich mal an tragbare Konzepte zu machen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Freigeist1
    (686 Beiträge)

    03.02.2019 20:49 Uhr
    Habe noch nie verstanden
    warum die gleichen Leute Hochspannungsleitungen wunderbar finden, Windräder aber landschaftsmäßig "des Teufels" sein sollen...? Man kann z.B. Hochspannungsleitungen unterirdisch verlegen und statt dessen oben neue Windräder errichten, dann passt das. Ist alles eine Frage der Prioritäten. Das Landschaftsargument gegen Windräder kann man daher leider meist nicht ernst nehmen, da vorgeschoben und hohl. Der Test: schaut euch die sonstigen Aktivitäten der Windkraftgegner an und ihr werdet verstehen...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   malerdoerfler
    (5090 Beiträge)

    03.02.2019 15:37 Uhr
    Steinkohle aus Übersee
    ist auch keine Lösung!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Nachteule
    (581 Beiträge)

    03.02.2019 12:14 Uhr
    Ausser Ideologie nichts im Hirn
    Diese rotgrünen Demonstranten radikalisieren sich und andere zunehmend und wollen errreichen, dass die Lichter in Deutschland noch schneller ausgehen. Aber selbst buchen sie skrupellos Fernflüge so wie ein paar Vorzeigegrüne das gezeigt haben. Wer soll am Ende die Zeche zahlen? Sind das die Doofen, die noch arbeiten und Sozialbeiträge und Steuern zahlen und deren Alterssicherung und Einkommen umverteilt werden sollen? Den sogenannten Grünen geht es schon lange nicht mehr um die Sache.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   schoenix
    (105 Beiträge)

    04.02.2019 09:39 Uhr
    Ideologien
    Das Wort Ideologie ist heutzutage schon etwas zu einem (ideologischen) Kampfbegriff irgendwelcher ideologischer Ideologiefreier geworden.
    Wenn man anerkennt, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt (wenn nicht, dann ist das eine ganz andere Diskussion), dann ist es doch höchst hirnverbrannt (und zutiefst ideologisch) partu nichts dagegen machen zu wollen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Freigeist1
    (686 Beiträge)

    03.02.2019 12:26 Uhr
    Also ROT (hier: SPD) hat den Kohle-
    wahnsinn erst (mit-)ermöglicht. GRÜN ist auch gegen die Subvention des Flugverkehrs, befaß Dich einfach mal mit den Inhalten.
    "Die Zeche zahlen": Du meinst beim Klima? Oder beim auch so "günstigen" Atomstrom, mit dem ach so "günstigen" Spaß der Endlagerns. Also lieber Herr Gesangsverein - wo warst Du denn so die letzten Jahrzehnte? Oder ist Dein Beitrag als Satire gedacht...? Ach, nee, sorry, Deine Art kennt ja gar keinen Spaß zwinkern
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   malerdoerfler
    (5090 Beiträge)

    02.02.2019 23:09 Uhr
    Da sind die Demonstranten
    von Durlach gestern Abend gleich weiter Richtung Rheinhafen gezogen.

    Tolle Wochenendplanung. Und wo wird es morgen hingehen?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1122 Beiträge)

    02.02.2019 20:48 Uhr
    Ich weiß ja nicht wo der Strom der Aktivisten her kommt,
    bei mir jedenfalls kommt er aus der Steckdose.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Freigeist1
    (686 Beiträge)

    03.02.2019 12:18 Uhr
    Der Reflex zieht nicht mehr. Schau Dir einach
    mal das Ökostrom-Angebot der Stadtwerke Schönau an, oder von Greenpeace Energy. Jeder kann heute sofort handeln!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Beobachter
    (49 Beiträge)

    04.02.2019 11:03 Uhr
    Ökostrom
    Diese "Ökostrom"-Anbieter verfügen anscheinend über jede Menge ihres Stroms. Aber wo kommt der nur in eben diesen Mengen her? Und was mich noch interessiert: Wie kommt der nur sortiert in Ihre Steckdose?
    Gibts da so was wie Mülltrennung? Übrigens: Ich mache meinen Strom selbst, bin also durchaus kein Ignorant!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 (5 Seiten)

Schreiben Sie Ihre Meinung
Fett Kursiv Link Zitat Sie dürfen noch Zeichen schreiben
Informiert bleiben: