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Eggenstein-Leopoldshafen Aus Luft und Ökostrom wird Treibstoff: Am KIT in Karlsruhe geht Versuchsanlage in Betrieb

An CO2-neutralen Treibstoffen wird schon lange geforscht. Die Zutaten sind Ökostrom und Luft. Im Kreis Karlsruhe steht jetzt der Praxistest mit allen Produktionsstufen in einer kompakten Anlage an.

Wie kommt das Treibhausgas CO2 zurück in den Tank? Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) geht heute erstmals eine Versuchsanlage in Betrieb, die alle Schritte zur Produktion von CO2-neutralem Kraftstoff vereint. Damit sei die Anlage in der Größe eines Schiffscontainers weltweit einzigartig, teilten die Projektpartner mit.

In vier Phasen zum Treibstoff

Der Kraftstoff, der etwa zum Antrieb eines Autos genutzt werden kann, wird in vier Schritten unter Einsatz von Ökostrom hergestellt: Zunächst filtert die Anlage Kohlendioxid (CO2) aus der Luft. Dann werden CO2 und Wasserdampf in Wasserstoff und Kohlenmonoxid gespalten. In der dritten Phase entstehen lange Kohlenwasserstoffketten, die im vierten Schritt so aufgespalten werden, dass daraus Benzin, Diesel oder Kerosin hergestellt werden kann.

Die Anlage auf dem KIT-Gelände in Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe schafft zwei Liter Kraftstoff pro Tag. Die nächste Generation der Technik soll 200 Liter pro Tag herstellen können. Bereits in einigen Jahren hoffen die Wissenschaftler auf eine dritte Anlage, mit der bis zu 2000 Liter pro Tag möglich sein sollen.

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  •   RainerBu
    (1310 Beiträge)

    07.11.2019 11:24 Uhr
    die Frage ist
    Welche Stoffe bzw Energien für die vier Schritte nötig sind .
    Wie also die Gesamtbilanz aussieht.
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  •   FG1961
    (421 Beiträge)

    07.11.2019 06:46 Uhr
    Künstliche Photosynthese
    Quasi ein künstlicher Wald.
    Die Idee ist nicht neu. An verschiedenen Instituten wird daran schon lange geforscht.
    Es könnte ein weitere Baustein sein, um das CO2 aus der Atmosphäre heraus zu bekommen.
    Wie viel Liter "Zucker" dabei herauskommt, ist nebensächlich.
    Wichtig ist, dass das CO2 entsorgt wird.
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  •   Iglaubsnet
    (832 Beiträge)

    06.11.2019 14:02 Uhr
    Man
    erforscht also wie man am besten viel Geld verbrennt?
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  •   10tacle
    (327 Beiträge)

    06.11.2019 09:50 Uhr
    Und wieviel
    Energie benötigt dieser Prozess? Wenn in ferner Zukunft mal Ökostrom in unbegrenzter Menge zur Verfügung stehen wird, wäre das evtl. eine Option. dann wird man aber diese Art von Kraftstoffen nicht mehr benötigen.
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  •   Avatar
    (831 Beiträge)

    06.11.2019 12:49 Uhr
    Also
    lieber den Kopf in den Sand stecken und gar nichts machen?
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  •   dipfele
    (5863 Beiträge)

    06.11.2019 15:27 Uhr
    In einigen Jahren....
    ….. 2000 Liter Kraftstoff ist ja wohl der Tropfen auf den heissen Stein. Wieviel CO2 kommt dann über den Auspuff zurück? Ausserdem bleiben die Nachteile des niedrigen Wirkungsgrades (40%) des Explosionsmotores erhalten.
    Wesentlich effizienter lässt sich schon heute Wasserstoff von Sauerstoff abspalten und in der Brennstoffzelle in elektrischen Strom umwandeln. Nach energiegünstiger ist momentan die Batterie für E- Autos. Übrigens: Lithium-Ionen Batterien werden im grossen Stil auch in Handys, I Phone, Laptops, Fotos, Roller, Bohrmaschinen etc. verwendet. Weil "man" diese Gegenstände haben will, redet auch niemand über die umweltzerstörende Gewinnung von Lithium, das in diesen Geräten verwendet wird..
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  •   DangerMouse
    (234 Beiträge)

    07.11.2019 00:11 Uhr
    Lithium Abbau besser als gedacht
    Zur vermeintlichen Umweltzerstörung ranken in den Medien die wildesten Berichte. In Wahrheit ist der Lithiumabbau viel besser als gedacht:

    https://edison.handelsblatt.com/erklaeren/lithium-aus-lateinamerika-umweltfreundlicher-als-gedacht/24022826.html

    Da zur Lithiumgewinnung nur einfache "Küchenchemie" notwendig ist, man für einen Fahrzeugakku lediglich 5kg Lithium braucht und wir Glück haben, dass wir es aus den unwirtlichsten Gegenden des Planeten bekommen können, ist es durchaus möglich den Abbau weitestgehend ohne Umweltschäden durchzuführen.

    Da es bis jetzt nur viele kleine Abnehmer für Lithium gab, konnten die Pinochet Erben und andere Autokraten halt beim Abbau machen was sie wollten. Wenn es jetzt einige große Abnehmer gibt, kann man da ganz anders verhandeln. Da die Menge an Lithium pro Akku doch relativ gering ist, könnte man auch ohne Probleme ein vielfaches des aktuellen Lithiumpreises wirtschaftlich vertreten. Und Recycling geht auch wunderbar.
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  •   Holzbiene
    (185 Beiträge)

    06.11.2019 18:33 Uhr
    Der Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren ist nicht immer wichtig
    > Ausserdem bleiben die Nachteile des niedrigen Wirkungsgrades (40%) des Explosionsmotores erhalten.

    Wenn die Alternative wäre, die Wind-/Solaranlagen abzuschalten, weil gerade kein Bedarf für den Strom besteht, dann sind die 60% Verlust gegenüber den 100% durch Abschalten der Anlagen immer noch 40% Gewinn…

    Außerdem sind die Kraftstoffe (Benin, Diesel, Kerosin…) in Puncto spezifischem Energiegehalt [Energie pro Kilo Gewicht] selbst den besten Akkus haushoch überlegen.
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  •   Avatar
    (831 Beiträge)

    06.11.2019 15:45 Uhr
    Dipfele
    Ich denke, die Forscher vom KIT berücksichtigen das schon. Die sind aufgeweckt genug ihre Forschungsgelder nicht für Schwachsinn rauszuhauen. Wenn keiner anfängt, sich über alternative Energien Gedanken zu machen und zu forschen, dann gute Nacht. Was Lithium und andere seltene Erden angeht, die für das, meist, private und absolut sinnfreie Vergnügen, gebe ich Ihnen Recht. Kein Mensch braucht jedes Jahr ein neues iPhone, aber die Jünger stehen nachts vor den Geschäften, um es als erste zu kaufen. Aber Sie werden das Verhalten der Gesellschaft im Hinblick darauf nicht ändern. Dazu ist es schon lange zu spät.
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  •   Iglaubsnet
    (832 Beiträge)

    06.11.2019 14:03 Uhr
    Wie
    wärs mit Denken.
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