Drei große Maßnahmen umfasst das neue Bauprojekt der VBK: Das dritte Hallenschiff, dazu der barrierefreie Ausbau der Haltestelle Tullastraße und die Neugestaltung des Gleisanschlusses an das Betriebshofsgelände. Bis Ende 2016 sollen alle Projekte abgeschlossen sein. Die Kosten, so VBK-Geschäftsführer Alexander Pischon, belaufen sich für alle drei Projekte auf insgesamt 20 Millionen Euro. Acht Millionen müssen die Verkehrsbetriebe selbst stemmen, zwölf Millionen gibt es vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur.

Neue Halle: Platz für 24 Bahnen

In der geplanten Halle sollen nach Fertigstellung 24 Bahnen der Verkehrsbetriebe Platz finden. Genau wie die zwei bereits existierenden Hallen, wird der Neubau 184 Meter lang, 25 Meter breit und acht Meter hoch. Den Platz werden die Karlsruher Verkehrsbetriebe brauchen, denn sie stocken ihren Fuhrpark kontinuierlich auf - deshalb wird naturgemäß auch mehr Platz benötigt, um die Bahnen abzustellen und zu warten. Ist die neue Halle fertig, können in der Gerwigstraße insgesamt 78 Bahnen "übernachten".

Das zweite Teilprojekt der Baumaßnahme ist der barrierefreie Umbau der Haltestelle Tullastraße. Nach dem Modell "Mühlburger Tor" wird der Bahnsteig auf 160 Meter verlängert und in zwei Einstiegshöhen (34 und 55 Zentimeter) gebaut. "Damit schaffen wir auch im Osten eine barrierefreie Umstiegsmöglichkeit auf alle Linien und Wagenmodelle", erklärt VBK-Geschäftsführer Ascan Egerer die Baumaßnahme.

VBK-Gelände bekommt neue Gleise

Mehr Bahnen, mehr Hallenstandplätze - das bedeutet, dass auch die Durchfahrtsgleise auf dem Betriebshofgelände und der Anschluss an die Gleise neu gestaltet werden müssen. Die Erweiterung von einem auf zwei Durchfahrtsgleise ist das dritte Teilprojekt der Baumaßnahme. Dafür müssen nicht nur neue Gleise verlegt werden, es sollen auch alte Gebäude auf dem VBK-Gelände abgerissen werden.

Insgesamt sei das Projekt, so Egerer, ein wichtiger Baustein der Zukunftsfähigkeit des ÖPNV in Karlsruhe - und auch ein Bekenntnis zu dem Standort im Osten der Stadt.