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Ettlingen: Emotionale Songs und ein Bad in der Menge: Das Sunny Lake Festival in Ettlingen geht zu Ende

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Emotionale Songs und ein Bad in der Menge: Das Sunny Lake Festival in Ettlingen geht zu Ende

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    Emotionale Songs und ein Bad in der Menge: Das Sunny Lake Festival in Ettlingen geht zu Ende
    Emotionale Songs und ein Bad in der Menge: Das Sunny Lake Festival in Ettlingen geht zu Ende Foto: Hajo Of

    Das viertägige "Sunny Lake Festival" am idyllisch gelegenen Ettlinger Buchtzigsee erwies sich nach der Premiere im Vorjahr auch bei der Zweitauflage als Volltreffer und die Besucher aller Altersklassen kamen bei diesem Großevent mit musikalischer Vollbedienung und hochkarätigen Künstlern von Donnerstag bis Sonntag voll auf ihre Kosten.

    Energetischer Beginn mit Bad in der Menge

    Gleich beim Auftakt und bestem Spätsommerwetter hatten es sich die erwartungsfrohen Konzertgänger schon am frühen Abend auf Liegestühlen oder Decken auf dem weitläufigen Gelände gemütlich gemacht und genossen den Sound und die besonderen Klänge von der Bühne. Als Opener war der 24-jährige Myle, der aus Ravensburg kommt und heute in Berlin lebt, ein echter Partymacher - und ein sympathischer dazu.

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    Foto: Hajo Of

    Zusammen mit seiner Band überraschte der nahbare Sänger und Gitarrist mit einem energiegeladenen Vibe und nahm später auch ein Bad – allerdings nicht im See, sondern in der Menge, die ihn für seine leidenschaftliche Performance zurecht feierte.

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    Foto: Hajo Of

    Dies gilt nicht minder für Kelvin Jones und seine fetzig groovende Band mit zwei Backgroundsängerinnen. Er hatte natürlich seine Chart-Hits "Call You Home" und das vom Publikum lautstark mitgesungene "Love To Go" im Gepäck. Der 29-jährige simbabwisch-britische Singer/Songwriter, der in Deutschland lebt und arbeitet, hat tatsächlich keine Songliste und spielt auf Zuruf auch den Beatles-Hit "Let It Be". Stark! Als Zugabe ging die wunderschöne Ballade "Cry A Little Less" unter die Haut.

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    Foto: Hajo Of

    Unwetter konnte die Stimmung nicht vermiesen

    Als Headliner des ersten Tages feierte das Duo "Glasperlenspiel" mit Sängerin Carolin Niemczyk und Keyboarder Daniel Grunenberg mit einem Mix aus Elektro-Pop und tiefgründigen Texten das "Geile leben" und bot zusammen mit dem tanzenden Volk eine fulminante Sommerparty.

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    Foto: Hajo Of

    Eine klasse Idee des Veranstalters Sunny Lake GmbH mit Marcus und Yannik Neumann war, dass die zwei gut aufgelegten Diskjockeys Norman und Karsten in den Umbaupausen mit tollen Rhythmen für Kurzweil sorgten und obendrein noch T-Shirts in die Menschenmenge warfen.

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    Foto: Hajo Of

    Dass nach dem Gig von Kelvin Jones der Konzertreigen wegen eines drohenden Unwetters für eine knappe Stunde unterbrochen werden musste, tat dem Spektakel keinen Abbruch.

    "Wiener Schmäh" und "Anton aus Tirol"

    Am zweiten Tag ging die größte Party, die der Buchtzig je gesehen hat, über die Bühne und drei absolute Hochkaräter sorgten für grenzenloses Vergnügen. Mit Josh. (bürgerlich Johannes Sumpich) aus Wien, der mit seiner fünfköpfigen Band bereits am frühen Abend für Hochstimmung sorgte, verbindet man in erster Linie den 2018er Sommerhit "Cordula Grün".

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    Foto: Hajo Of

    Dieser kam tatsächlich erst als Zugabe und man sah im weiten Rund nur fröhliche, ausgelassen tanzende Menschen. Doch der 38-jährige, sympathische Musiker wusste auch mit leisen Liedern wie "Ich gehör repariert" oder "Martina" aus seinem aktuellen Album zu überzeugen". Fazit: Mit ein wenig "Wiener Schmäh" sowie "Espresso & Tschianti" gewann er die Herzen des Publikums.

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    Foto: Hajo Of

    Mit dem 53-jährigen DJ Ötzi alias Gerhard "Gerry" Friedle aus Tirol kam eine lebende Legende und einer der erfolgreichsten österreichischen Künstler nach Ettlingen. Mit "Anton aus Tirol" und Hits wie "Hey Baby" oder "Ein Stern" ließ der gut aufgelegte Entertainer nichts anbrennen und "7 Sünden", "Geboren um dich zu lieben" oder "Noch in 100.000 Jahren" waren das richtige Futter für seine vielen Fans. Zudem überraschte er mit einer fulminanten Version von "Sweet Caroline". Ein toller Auftritt.

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    Foto: Hajo Of

    Mit dem Latin-Pop-Sänger Lou Bega wurde zu später Stunde der nächste Weltstar angekündigt. Zusammen mit seinen drei Go-Go-Girls performte der 49-jährige Sänger aus München natürlich seinen Welthit "Mambo No. 5" und gleich zu Beginn "Macarena".

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    Foto: Hajo Of

    Pop und Rock am Samstag

    Bevor am Sonntag der letzte Tag der Badesaison 2024 mit einem Bandcontest und lokalen Gruppen sein Ende fand, waren am Vorabend drei deutsche Formationen auf der großen Bühne zu erleben. Myller (Lukas Müller) wird aktuell als der deutsche Ed Sheeran gefeiert. Der 23-Jährige aus Gießen kam mit einer modernen Trio-Formation und begeisterte mit Songs wie "Fiesta", "(Kein) Lieblingssong" oder dem finalen "Bon Voyage".

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    Foto: Hajo Of

    Florian Künstler aus Berlin hatte im Vorjahr mit seinem Hit "Kleiner Finger Schwur" einen großen Aufschlag in den Deutschen Charts. Der 39-jährige Songwriter, der tatsächlich Künstler heißt, brachte etliche, emotionale Songs aus seinem gefeierten Album "Gegengewicht" zu Gehör und seine Anhänger feierten nicht nur den Song "Das größte Kompliment". Als Überraschungsgast hatte er Glashaus-Sängerin Cassandra Steen mitgebracht und performte mit ihr zwei Songs, natürlich auch ihren Hit "Stadt". Ein sehr authentischer Typ, dieser Künstler!

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    Foto: Hajo Of

    Den Schlusspunkt setzte am Samstagabend die Pop-Rock-Band Revolverheld aus Hamburg mit Sänger Johannes Strate. Die 2002 gegründete Formation ist eine der angesagtesten und bekanntesten Kapellen der Republik und Songs wie "Spinner", "Das kann uns keiner" oder "Halt dich an mir fest" sind Radiohits. Die wunderschöne Ballade "Ich lass für dich das Licht an" stand am Ende sinnbildlich für ein wunderschönes, schnuckeliges Finale am Buchtzigsee.

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    Foto: Hajo Of

    Am Ende zog Veranstalter Marcus Neumann, zusammen mit Security, DLRG und Rotes Kreuz ein positives Fazit: "Wir hatten insgesamt über 6.000 Besucher und alles war friedlich". Man feierte das Leben. Und das ist gut so! Einem nächsten Sunny Lake Festival, das aktuell mit einer entspannten Atmosphäre und lauter gut aufgelegten Menschen punktete, sollte also nichts im Wege stehen.

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