Philippsburg Flugunglück bei Philippsburg: Vier Tote, Ursache ungeklärt

In Rheinhausen bei Philippsburg ist am Dienstagmittag ein Kleinflugzeug mit einem Rettungshubschrauber in der Luft zusammen gestoßen. Alle vier Insassen sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. Die Ursache ist noch ungeklärt, die Ermittlungen dauern an.

+++17.30 Uhr +++

Die Einsatzleiter von Polizei und Feuerwehr berichten über den aktuellen Ermittlungsstand beim Flugunglück bei Philippsburg: Bei dem Flugunglück sind vier Personen ums Leben gekommen. Weitere Personen wurden bei dem Absturz nicht verletzt.

Bei den zusammengestoßenen Flugobjekten handelt es sich um ein Sportflugzeug des Typ Piper und einen Helikopter. Das Sportflugzeug hat sich laut Polizei auf einem Flug von Basel in Richtung Speyer befunden. Der Rettungshelikopter war auf einem Überprüfungsflug mit Start- und Zielflughafen in Rheinmünster. Die Flugroute wird bei Überprüfungsflügen von den Piloten festgelegt.

Beide Fluggeräte waren in einem freigegebenen Luftraum unterwegs, das heißt die Piloten fliegen auf Sicht. Weder Hubschrauber noch Flugzeug sind mit Blackboxen ausgestattet, was die Ermittlung der Unfallursache erschweren wird. Eine exakte Flughöhe lasse sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht schätzen, so Polizeieinsatzleiter Gerhard Heck. Hubschrauber und Sportflugzeug waren jeweils mit zwei Personen besetzt.

Pressekonferenz Philippsburg
Bild: Kaute

Erste Meldungen zum Unglück gingen laut Polizei um kurz nach 13 Uhr im Lagezentrum ein. Die ersten Meldungen berichteten von einem in der Luft explodierten Hubschrauber. Die aktuelle Ermittlungslage bestätigt den Bericht eines weiteren Zeugen, der kurz darauf einen Zusammenstoß in der Luft meldete. Der Zeuge will beobachtet haben, dass das Flugzeug unvermittelt aus den Wolken aufgetaucht und mit dem Helikopter zusammengestoßen sei.

Aktuell wird die Unglücksstelle von Sachverständigen untersucht. Bislang konnte nur eine der vier toten Personen geborgen werden. Alle vier Opfer sind noch nicht identifiziert. Ob es sich bei den zwei getöteten Insassen des Sportflugzeugs um Flugschüler aus Basel handelt, können die Ermittler nicht bestätigen. Das Sportflugzeug war auf die Flugschule in Basel angemeldet.

52 Feuerwehrkräfte, 120 Polizeibeamte, 28 Rettungsdienste, 20 Notfallseelsorger und 25 Einsatzkräfte vom Technischen Hilfswerk (THW) waren im Einsatz. Zwei Polizeihubschrauber haben am Dienstag das ausgedehnte Trümmerfeld untersucht. Aktuell wird die Unglücksstelle von zwei Sachverständigen untersucht. Eine Person konnte geborgen werden - drei befinden sich noch an Absturzstelle. Die Ermittler rechnen am Mittwoch mit weiteren Erkenntnissen. Die Ermittlungen zu Unglücksursache wird vermutlich noch einige Monate andauern.

+++ 16.20 Uhr +++

Die Polizei Karlsruhe hat mittlerweile bestätigt, dass es sich bei dem abgestürzten Helikopter um einen Hubschrauber der DRF Luftrettung handelt. Für 17 Uhr wurde außerdem eine Pressekonferenz anberaumt, um über die bisherigen Kenntnisse zu informieren. ka-news wird von vor Ort berichten.

+++ 15.34 Uhr +++

Mittlerweile haben sich unzählige Einsatzkräfte am Unfallort eingefunden. Darunter auch Kräfte mit Booten, denn Trümmerteile sollen auch in den naheliegenden Erlichsee gestürzt sein. Insgesamt sind die Teile des Helikopters und des Flugzeugs auf einer sehr großen Ackerfläche verteilt. 

+++ 14.47 Uhr +++

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigt die Karlsruher Polizei, dass vier Menschen getötet wurden. Ob es weitere Opfer gibt, konnte die Polizei noch nicht sagen. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist völlig unklar. "Wir müssen uns erstmal einen Überblick verschaffen", sagte ein Polizeisprecher.

Die Maschinen waren zwischen Rheinhausen und dem Erlichsee abgestürzt. Die Unfallstelle befindet sich ersten Angaben zufolge in der Nähe eines Kieswerks. Bei dem Hubschrauber handele es sich um eine Maschine der Deutschen Luftrettung. Zum Kleinflugzeug wurden zunächst keine Angeben gemacht.

Zusammenstöße von Flugzeugen sind äußerst selten. Meist ist nur ein Flugzeug betroffen. Zu einem der größten Unglücke dieser Art kam es 2002 in der Nähe von Überlingen, als beim Zusammenstoß eines Fracht- und eines Passagierflugzeuges Dutzende Menschen starben. Im November 2017 kamen bei einem Zusammenstoß zwischen einem Hubschrauber und einem Kleinflugzeug in Südengland vier Menschen ums Leben.

+++ 14.29 Uhr +++

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sollen bei dem Unglück vier Menschen gestorben sein. Die Polizei war bislang für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. In den sozialen Medien bestätigen sie aber, dass es mehrere Tote gegeben hat.

+++ Ursprungsmeldung +++

Zwischen Rheinhausen bei Philippsburg und dem Erlichsee soll am Mittag ein Kleinflugzeug abgestürzt sein, das teilt die Polizei in einer Eilmeldung mit. Nach ersten Informationen steht das Flugzeug in Flammen, der Brand breitet sich aus.

Laut ka-news-Informationen ist ein Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung mit einem Kleinflugzeug zusammengestoßen. Mindestens drei Personen sind verletzt, weitere Personen werden vermisst.

Der Artikel wird stetig aktualisiert. Weitere Informationen folgen, sobald sie uns vorliegen.

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